Pressemitteilung

Regensburg, 15.02.2002

Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH und REWAG informieren:

Grünes Licht für Sonnenstrom

RVB und REWAG nehmen größte Flachdach-Fotovoltaikanlage Ostbayerns offiziell in Betrieb

Den ersten Strom aus Sonnenenergie hat sie bereits im Dezember produziert. Am Freitag, 15. Februar, nahmen die REWAG und die Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) die größte Dach-Fotovoltaikanlage Ostbayerns offiziell in Betrieb. Für Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Aufsichtsratsvorsitzender der beiden Unternehmen, hat diese Anlage einen besonderen Pluspunkt: "Es ist natürlich wegweisend, dass die größte Anlage dieser Art auch im Zentrum Ostbayerns gebaut wurde."

Verkehrsbetriebe und REWAG investierten je 500.000 Euro in diese umweltfreundliche Stromerzeugungsanlage. Rund 1.800 Quadratmeter Kollektorfläche montierte das Sunstar Solar Zentrum aus Regensburg, das den Zuschlag der Ausschreibung erhalten hatte, in genau zwei Monaten auf dem Dach der Omnibushallen der RVB. Bernd-Reinhard Hetzenecker, Hauptgeschäftsführer der Verkehrsbetriebe: „Die große Dachfläche hat sich geradezu angeboten. Für uns war sonnenklar, diese umweltfreundliche Art der Stromgewinnung zusammen mit der REWAG zu verwirklichen.“

„Mit der voraussichtlichen jährlichen Stromernte von rund 153.000 Kilowattstunden können 50 Haushalte mit Strom aus einer regenerativen Energiequelle versorgt werden“, so das Rechenbeispiel von REWAG-Vorstandsvorsitzendem Norbert Breidenbach.

1.125 Module haben REWAG und RVB in der Markomannenstraße installieren lassen. Über diese Kollektorzellen wird die Sonnenenergie eingesammelt und in Strom umgewandelt. Die exakte Ausbeute ermittelt ein angeschlossener Rechner, so dass jederzeit die ausgewerteten Daten zur Verfügung stehen.

Dank des „Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ (EEG) ist der Betrieb dieser Anlage auch (fast) kein kaufmännisches Verlustgeschäft mehr. „Durch diese gesetzliche Regelung erhält der Betreiber je Kilowattstunde Strom, die er ins Versorgungsnetz einspeist, 51 Cent“, erklärte Breidenbach. Ein Grund, warum der Bau von Stromerzeugungsanlagen aus regenerativen Energien in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist.

Im REWAG-Netzgebiet gab es zum Jahreswechsel 226 Fotovoltaikanlagen mit insgesamt rund 745.000 Kilowattstunden Erzeugung. Allein drei davon gehören der REWAG. Weitere 14 auf Schulen und öffentlichen Gebäuden hat sie in erheblichem Umfang finanziell gefördert. „Damit belegt Regensburg bundesweit einen sehr guten Platz“, so der Oberbürgermeister.

Zusätzlich gibt die Naturstrom AG für jede Kilowattstunde Strom, die die Dach-Fotovoltaikanlage von RVB und REWAG produziert, einen Zuschuss. Die Naturstrom AG, deren Partner die REWAG mit ihrem Ökostrom-Angebot REWARIOnatur ist, fördert gemäß ihren Unternehmensgrundsätzen den Bau regenerativer Stromerzeugungsanlagen vorzugsweise dort, wo auch Ökostrom abgenommen wird. Mit bisher rund 225 REWARIOnatur-Kunden hatte sich der Regensburger Energiedienstleister für diese Förderung angeboten, so dass die größte Dach-Fotovoltaikanlage Ostbayerns mit einem sehr geringen jährlichen Defizit von knapp über 1.820 Euro betrieben werden kann.

„Gewinner ist in jedem Fall die Umwelt“, so die einhellige Meinung von Hetzenecker und Breidenbach. „Und wenn die Schonung unserer Ressourcen sowie die Entlastung der Luft auch noch wirtschaftlich vertretbar ist, freut uns das doppelt."


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