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Regensburg, 29.10.2004

Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Grundwasserschutz

Die Grundwasserqualität langfristig zu sichern, ist das Ziel einer Kooperation zwischen der REWAG und 31 Landwirten aus dem Einzugsbereich des Wasserschutzgebietes Sallern. Dabei soll vor allem der Nitrateintrag aus der Landwirtschaft ins Grundwasser reduziert werden. Jetzt wird die Zusammenarbeit, die bereits seit 7 Jahren besteht, auf eine neue Ebene gebracht. "Neben dem Einhalten der Wasserschutzgebietsverordnungen möchten wir langfristig noch mehr für den Grundwasserschutz in der Region tun", erklärt Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach das Zustandekommen der Kooperation. Auf Basis vertraglich geregelter Bewirtschaftungsverein-barungen honoriert die REWAG deshalb geringe Stickstoffgehalte im Boden oder den Anbau bestimmter Fruchtarten mit Prämienzahlungen.

 

Hintergrund

Eine Studie des Lehrstuhls für Physische Geographie an der Universität Regensburg Mitte der Neunziger Jahre stellte einen Nährstoffüberschuss bei der landwirtschaftlichen Nutzung im Bereich des Wasserschutzgebietes fest. Das Ergebnis der Untersuchung veranlasste die REWAG, ein Konzept zu erarbeiten, um Landwirte für eine Grundwasser schonende und Standort gerechte Bewirtschaftung zu gewinnen.

Gelungene Kooperation

Bereits mit dem Erstprojekt, 1997/98 mit 24 teilnehmenden Betrieben gestartet, erreichte man eine Verminderung der Stickstoffgaben bei verbesserten Erträgen, eine veränderte Anbaustruktur und eine höhere Anzahl ganzjährig begrünter Flächen im betreffenden Gebiet. "Gemeinsam mit freien Mitarbeitern beraten und unterstützen wir die Landwirte bei allen Fragen zur Düngung und zum Pflanzenbau. Außerdem organisieren wir jeweils im Frühjahr und Herbst die erforderlichen Bodenuntersuchungen", beschreibt Karl-Heinz Hanke, Verantwortlicher für das Projekt bei der REWAG, die Zusammenarbeit.

Durch die erzielten Erfolge und das Engagement der Landwirte stand eine Weiterführung des Projekts außer Frage. Im Unterschied zur ersten Kooperation, bei der es zunächst um eine Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Betriebe ging, steht bei der Fortführung eine ergebnisorientierte Bezahlung bestimmter Leistungen wie das Erreichen niedriger Reststickstoffgehalte oder der Zwischenfruchtanbau im Vordergrund.

Trinkwasserqualität

Ein wichtiges Kriterium für die Trinkwasserqualität ist dessen Nitratbelastung. Gemäß Trinkwasserverordnung gilt eine Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter als bedenklich. Das Regensburger Trinkwasser hat derzeit einen durchschnittlichen Nitratgehalt von 27 Milligramm pro Liter mit einer Bandbreite zwischen 14 und 31 Milligramm pro Liter, je nach Mischungsverhältnis der Wässer aus den Wassergewinnungsanlagen Sallern und Oberer Wöhrd.

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