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Regensburg, 14.12.2004

Preisanpassung bei Strom und Erdgas

Höhere Einkaufspreise für die REWAG machen Erhöhung notwendig / Bundesweit bei den günstigsten Anbietern
 
Zum 1. Januar 2005 wird die REWAG wie viele andere Energieversorger die Strom- und Erdgaspreise anpassen. Der Grund: bei beiden Energiearten sind die Bezugskosten in den letzten Monaten gestiegen. Eine Kilowattstunde Erdgas kostet bei der REWAG ab 1. Januar 0,30 Cent mehr (brutto 0,35 Cent). Das entspricht einer Erhöhung von 7,6 Prozent. Beim Strom ist die Steigerung rund 2,5 bis 3,5 Prozent.

"Sowohl bei Erdgas als auch bei Strom geben wir ausschließlich die Preiserhöhung weiter, die auch wir beim Einkauf zu tragen haben", betonte Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach in einem Pressegespräch am vergangenen Dienstag. Die REWAG sei im Vergleich zu den Energieerzeugern nicht so frei in der Preisgestaltung wie einige es annehmen, so Breidenbach weiter. 
"Höhere Einkaufspreise bedingen höhere Verkaufspreise."

Erdgas
Im Oktober 2004 stiegen die Erdgaspreise um durchschnittlich 0,19 Cent netto (0,23 Cent brutto) je Kilowattstunde. Im Januar werden es durchschnittlich 0,30 Cent pro Kilowattstunde (0,35 Cent brutto). Entsprechend steigen auch die Wärmepreise. Die REWAG gibt jetzt wie schon im Oktober nur die reine Preissteigerung an ihre Kunden weiter, die sie selbst zu tragen hat.

"Für Januar war eine weitere Erhöhung wegen der Bezugspreisentwicklung schon vorhersehbar, aber wir wollten im Hinblick auf unsere Kunden diesen Schritt nicht vorwegnehmen", erläuterte Breidenbach die Preiserhöhung in zwei Schritten. "Im Januar ist ein Gutteil der Heizsaison schon vorbei und die Preisanpassung in zwei Stufen gerechter, da so nur die tatsächliche Kostensteigerung berechnet wird."

Zuletzt waren im Januar 2004 die Erdgaspreise gesenkt worden. Im aktuellen bundesweiten Gaspreisvergleich bei 563 Versorgern der ARD-Redaktion "plusminus" gehört die REWAG zu den hundert günstigsten. Im bayernweiten Vergleich liegt die REWAG demnach sogar auf Platz 4; 70 bayerische Gasversorger sind also teurer, nur drei günstiger.

Erdgas-Beispielrechnungen
Die REWAG hat die Erhöhung ab 1. Januar 2005 für ein Musterhaus und eine Musterwohnung durchgerechnet. Alle Preise sind Bruttopreise und enthalten über 30 Prozent Steuern und Abgaben, die der Energieversorger nicht beeinflussen kann.
Bei einem Einfamilienhaus mit Erdgaszentralheizung und einem Jahresverbrauch von 23.300 Kilowattstunden kostet das Heizen mit Erdgas ab Januar 1.153,54 Euro pro Jahr. Das entspricht einer nochmaligen Erhöhung von 6,76 Euro im Monat - rund 7,56 Prozent mehr. In einer Wohnung mit Erdgas-Etagenheizung und 8.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt der Kunde ca. 2,46 Euro mehr monatlich, also rund 6,23 Prozent.

REWARIO-Strom
REWARIOsuper bleibt mit 15,10 Cent (bisher: 14,60 Cent) pro Kilowattstunde für Kunden im REWAG-Netzgebiet weiterhin das günstigste Stromangebot der REWAG. "Das ist für Kunden, die sich für mindestens ein Jahr an uns binden", erklärte Breidenbach.

Der monatliche Grundpreis bleibt unverändert bei 6 Euro. REWARIOsolo mit einem Stromverbrauch bis 3.500 Kilowattstunden kostet ab Januar pro Kilowattstunde Strom 14,89 Cent, rund 3 Prozent mehr. Ab einem Verbrauch von 3.501 Kilowattstunden kostet die Kilowattstunde 15,95 Cent (ca. 2,5 Prozent mehr). Hinzu kommen jeweils noch die Kosten für den Leistungspreis und den Stromzähler. Die Einstufung in die entsprechende Tarifgruppe erfolgt automatisch gemäß dem jeweiligen Jahresverbrauch.

"Trotz der Erhöhung bleiben unsere Strompreise marktgerecht", betonte Breidenbach. Auf überregionalen Stromrechnern wie www.verivox.de gehört die REWAG auch nach der Erhöhung zu den günstigsten Stromanbietern. "In jeder Kilowattstunde Strom steckt zudem ein Anteil an Steuern und Abgaben von über 49 Prozent", rechnet Breidenbach. "Dafür können wir nichts. Ohne diesen Anteil wäre der Strom billiger als 1998." Seit 1998 stieg zum Beispiel der allgemeine Lebenshaltungskostenindex, der Strompreis ist dagegen gesunken.

Rechenbeispiele
Ein Haushalt mit 1.500 Kilowattstunden Stromverbrauch zahlt mit REWARIOsolo ab Januar 307,05 Euro (bisher 299,28 Euro) pro Jahr. Bei einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ergeben sich jährliche Kosten von 604,94 Euro statt bisher 588,35 Euro.

Ähnlich steigen auch die Tarife für Nachtstrom.
REWARIOsuper kostet bei einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden 298,51 Euro (bisher 291,03). Bei 3.500 Kilowattstunden sind es 600,58 Euro (bisher 583,12), bei 5.000 Kilowattstunden 827,00 Euro (bisher 802,00). "Das ist günstiger als der Allgemeine Tarif REWARIOsolo", so Breidenbach.

Für REWARIOnatur bezahlt der Kunde ab Januar 19,20 statt bisher 18,70 Cent je Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis bleibt bei 6 Euro. Mit den Erlösen aus REWARIOnatur werden regenerative Energieerzeugungsanlagen gefördert.

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