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Regensburg, 20.07.2004

Neue Heizung für 865 Wohnungen

In einer Europa weiten Ausschreibung der Stadtbau erhielt die REWAG den Zuschlag für das bisher größte Wärmeprojekt in Regensburg. Am Dienstag, 20. Juli, gaben die beiden Unternehmen mit der Vertragsunterzeichnung den Startschuss für den Neubau der Heizzentrale in der Pommernstraße, die über 2.000 Menschen mit Wärme versorgen wird. Grund: Die Heizzentrale, Baujahr 1962, kann die geltenden Vorschriften aus der Energieeinsparungsverordnung und der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) nicht mehr erfüllen. Das neue Heizhaus finanziert die Stadtbau. Die REWAG baut eine Wärmeerzeugungsanlage ein, die mit Erdgas betrieben wird und deshalb nicht nur die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte leicht einhalten, sondern auch eine weit bessere Schadstoffbilanz aufweisen kann.

 

"Mit dem Neubau der Heizzentrale in der Pommernstraße haben wir ein für alle Beteiligten maßgeschneidertes Wärmeprojekt gestrickt", so Stadtbau-Geschäftsführer Martin M. Daut und REWAG-Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach einhellig. In die neue Heizungsanlage investiert die REWAG über 400.000 Euro.

 

1962 wurde die Heizzentrale mit Fernwärmeleitungen und Übergabestationen zur Versorgung von 865 Wohnungen in der Konradsiedlung gebaut. 1978/79 sanierte die Stadtbau die Feuerungsanlage in der Heizzentrale, dann schrittweise auch die Übergabestationen und die Gebäude. Nun ist auch die Bausubstanz des Heizgebäudes schadhaft, vor allem aber müssen die Heizungsanlagen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften modernisiert werden. "Mit der alten Anlage war das wirtschaftlich und technisch nicht möglich", so Daut.

 

REWAG gewinnt Europa weite Ausschreibung

Die Stadtbau will schrittweise, gestützt auf eine Versorgungsstudie, ein neues Heizhaus bauen und die alte Heizzentrale abreißen. Für die Wärmeversorgung hat sie bereits einen Contractingpartner gefunden - die REWAG. Das besondere an diesem Wärmecontracting-Modell: die Eigentümerin stellt nur den Heizraum zur Verfügung. Alles andere wie Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Heizungsanlage übernimmt der Partner. Die Größe des Projekts schrieb eine Europa weite Ausschreibung vor, deren Zuschlag die REWAG erhielt. "Wir bringen im Bereich der Wärmeversorgung viel Know how und Erfahrung in das Stadtbau-Projekt ein", erläuterte Breidenbach. Die Fernwärmeversorgung von 865 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 56.000 Quadratmetern ist sowohl von der Fläche als auch von der Liefermenge her das bisher größte Wärmeprojekt in Regensburg. Insgesamt betreut die REWAG derzeit 64 Wärmeprojekte.

 

Für die Mieter ergeben sich praktisch keine Veränderungen: Sie rechnen ihre Heizkosten weiterhin mit der Stadtbau ab. Die bezieht von der Rewag statt bisher Gas künftig Wärme. Damit führen die beiden Unternehmen eine bereits erprobte Partnerschaft fort. Der erste derartige Vertrag datiert bereits aus dem Jahr 1994.

 

Weniger Energie und Schadstoffe

Die REWAG wird für die Wärmeerzeugungsanlage in der Konradsiedlung optimal angepasste Heizkessel mit einer Leistung von 4.400 Kilowatt installieren und jährlich rund 11,2 Millionen Kilowattstunden Wärme liefern. Das Ergebnis im Vergleich zur alten Heizung: Jährlich rund 1,5 Millionen Kilowattstunden weniger Verbrauch und rund 300 Tonnen weniger Kohlendioxidausstoß.

Nicht nur die Umwelt profitiert bei dieser neuen Partnerschaft. Die REWAG arbeitet in der Wärmeversorgung eng mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen, kann dabei Fachkompetenz bündeln und der Stadtbau ein hochwertiges und innovatives Produkt anbieten.

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