Aktuelles

Regensburg, 03.05.2004

Jahresabschluss 2003

Die REWAG hat 2003 deutlich mehr Strom, Wärme und Wasser geliefert als im Jahr zuvor. Ursache für diese Entwicklung war im Wesentlichen der Mehrbedarf bei Großkunden. Einzig die Erdgaslieferungen waren insgesamt rückläufig. Dieser Rückgang war jedoch nur im Bereich geringerer Sonderlieferung bei zwei großen Produktionsbetrieben bedingt. Bei allen anderen Kunden war der Erdgasbedarf aber auch 2003 steigend. Entsprechend sind auch die Umsatzerlöse um 15,6 Millionen Euro auf 203,5 Millionen Euro gestiegen. Das gaben die REWAG-Vorstände Norbert Breidenbach und Peter Wolfrum vor der Presse bekannt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Um 1,5 Prozent auf 1.196 Millionen Kilowattstunden ist der Stromabsatz gestiegen. Mit dieser Menge an Strom könnte der Jahresbedarf von rund 800.000 Personen im Haushalt gedeckt werden. Im Bundesdurchschnitt lag die Steigerung leicht unter 1,5 Prozent. "Unsere 25 größten Kunden benötigen rund 40 Prozent der gesamten Stromlieferung", erklärt Breidenbach. Haushaltskunden und kleinere Gewerbebetriebe sind mit 35 Prozent am Stromverbrauch beteiligt. Hier lag der Zuwachs 2003 bei überdurchschnittlichen 2,4 Prozent. Kundenverluste glichen sich durch den Gewinn neuer Privatkunden außerhalb des Netzgebietes aus.

Die in 2003 gestiegene Stromsteuer, die Mehrbelastungen aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz sowie die gestiegenen Beschaffungspreise haben den Strompreis verteuert. "Obwohl mittlerweile nahezu 50 Prozent des Strompreises mit Steuern und Abgaben belastet sind, konnten wir durch weitere Optimierung des Stromeinkaufs bei nur geringer Preiserhöhung ein marktfähiges Preisniveau halten", so Breidenbach. So wertet das Unternehmen es auch als Indiz für seine Leistungsfähigkeit, dass trotz steigender Preise mehrere Großkunden bis 2005 und auch schon bis 2006 Verträge mit der REWAG abgeschlossen haben.

Der Erdgasabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 2.549 Millionen Kilowattstunden gesunken. Bedingt war der Rückgang durch den veränderten Verkauf von Sondermengen an zwei Großkunden. Ohne Berücksichtigung dieser Sondermengen liegt der Erdgasverkauf um 7 Prozent über dem Vorjahr. Prozentual am stärksten wirkte sich das bei den Heizkunden im Haushaltsbereich aus: Durch neu hinzugewonnene Kunden und wegen der im Vergleich zu den Vorjahresmonaten kälteren Temperaturen stieg der Verkauf um 10 Prozent an. Die Haushaltskunden verbrauchten damit über ein Drittel der gesamten Menge.

Auf die positive Entwicklung der Wärmeversorgung ist man bei der

 

REWAG besonders stolz. Mit einer Steigerung von über 15 Prozent

 

auf 27,5 Millionen Kilowattstunden wurde der Ausbau der

 

Servicedienstleistungen honoriert. Allein im vergangenen Jahr hat

 

sich die Zahl der Nahwärmeobjekte um insgesamt 23 erhöht. 15

 

davon sind in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk

 

entstanden.

Gestiegen ist auch der Wasserabsatz: Die Steigerungsrate von 5,4 Prozent war vor allem auf die außergewöhnlich trockene Witterung zurückzuführen. 12,7 Millionen Kubikmeter Wasser aus eigenen Brunnenanlagen lieferte die REWAG insgesamt. Fast 70 Prozent davon verbrauchten die Haushaltskunden.

Gewinnabführung

Der insgesamt erzielte Überschuss von 17,9 Millionen Euro liegt über dem Vorjahresergebnis. "Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", so Vorstandsmitglied Peter Wolfrum.

Der Gewinn wurde anteilig mit 11,5 Millionen Euro der Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB) zugeführt und beeinflusste damit das positive Ergebnis der Stadtwerke in 2003. Für die Stadt Regensburg stellt die Gewinnübertragung eine nicht unerhebliche Zuschussersparnis für die Bäder, die Donau-Arena und den öffentlichen Nahverkehr dar. "Außerdem leistete die REWAG an die Stadt Regensburg Vorauszahlungen in Höhe von 7,4 Millionen Euro und an die von der REWAG versorgten Umlandgemeinden in Höhe von 1,6 Millionen Euro an Konzessionsabgabe", so die beiden Vorstände. Hinzu komme ein nicht geringfügiger Anteil an Gewerbesteuer, die die REWAG an Stadt und Umlandgemeinden zahlt.

Hohe Investitionen

"Mit einer gleich bleibend hohen Versorgungsqualität wollen wir unsere Leistungsfähigkeit zeigen" betonte Breidenbach vor der Presse. Mehr als 21,5 Millionen Euro zum Ausbau und der Erhaltung der Energie- und Wasserversorgung investierte die REWAG deshalb im vergangenen Jahr.


Ausblick

Dass man auch in Mitarbeiter investiert, zeigt sich unter anderem in der Erhöhung der Ausbildungsstellen: Ab September 2004 werden insgesamt 15 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt sein.

Mit der Umsetzung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes bis zum 1.Juli 2004 kommen neue Herausforderungen auf die REWAG zu. Die Regulierung des Netzzuganges und die Trennung der Netze vom Vertrieb sind mit hohen Kosten verbunden und werden eine Mehrbelastung für die Mitarbeiter darstellen. Einen dadurch verschärftem Wettbewerb und weiter steigenden Strombezugspreisen fühlt man sich aber gewappnet. "Mit einer Optimierung des Beschaffungsmanagements und dem weiteren Ausbau unserer Dienstleistungskompetenz werden wir diese Herausforderungen meistern", sind sich die REWAG-Chefs sicher.

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