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Martin Gottschalk
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Dienstag, 24.01.2017 11:34

Erste energieeffiziente Fernwärmelieferung der ‎REWAG für das Marina Quartier

Seit Januar 2017 beliefert die ‎REWAG das erste Gebäude der neu entstehenden Wohn- und ‎Gewerbeeinheiten des Marina Quartiers im Regensburger Osten ‎mit ‎effizient erzeugter Wärme. Betrieben mit Biomethan ‎sorgen ‎zwei Blockheizkraftwerke und zwei Erdgaskessel über ein ‎Fernwärmenetz für eine deutlich CO2-reduzierte Wärmeversorgung.

‎Die „Energiezentrale ‎Marina Quartier“ befindet sich auf dem ‎Betriebsgelände der REWAG ‎und besteht aus einer Heizzentrale mit ‎zwei Erdgaskesseln mit je etwa 2.900 ‎Kilowatt Leistung ‎und zwei mit ‎Biomethan betriebenen Blockheizkraftwerken (BHKWs) mit je 235 ‎Kilowatt ‎thermischer ‎‎und 190 Kilowatt elektrischer Leistung. Sie ‎erzeugen 2.280 Megawattstunden ‎‎(MWh) Strom ‎und 2.820 MWh ‎Wärme.‎ ‎

Für die Versorgung des neuen Wohnquartiers baute die REWAG im ‎vergangenen Jahr eine ‎rund 1.400 Meter lange Fernwärmeleitung. Die ‎Wärme wird dort als Heizwasser durch ein ‎wärmegedämmtes ‎Rohrsystem direkt in die Immobilien geleitet. Im Laufe des Jahres ‎werden weitere Gebäude nach dem Ende der Bauphase beliefert. ‎Zusätzliche Anschlüsse im ‎näheren Umkreis der ‎‎Fernwärmetrasse ‎sind ‎bereits in Planung. So wird die ‎Feuerwache der Berufsfeuerwehr ‎Regensburg in der Greflingerstraße nach derzeitigem Stand ab 2018 ‎mit Wärme beliefert. ‎Nach Fertigstellung des neuen SWR/REWAG-‎Hauptgebäudes, voraussichtlich Anfang 2020, ‎versorgen die beiden ‎BHKWs auch dieses mit energieeffizient erzeugtem Strom und mit ‎Wärme.‎

Blockheizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der ‎Kraft-Wärme-‎Kopplung, ‎das heißt: Sie produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. ‎Dadurch ‎wird der eingesetzte ‎Brennstoff sehr viel effizienter genutzt ‎als bei der getrennten Produktion ‎und es entstehen ‎vergleichsweise ‎weniger klimaschädliche CO2-Emissionen. Grundlage ist ‎meist ein ‎Motor, ‎der einen Generator antreibt und damit Strom erzeugt. Die ‎Abwärme wird ‎zum Heizen ‎genutzt. Betrieben mit Bioerdgas sorgen ‎BHKWs über Fernwärmenetze für eine ‎CO2-neutrale ‎‎Wärmeversorgung und regenerativen Strom in Wohnquartieren und ‎‎Betriebsstätten von ‎Firmen. Weil sie sich absolut dezentral einsetzen ‎lassen, können sie ‎genau dort maßgeschneidert platziert werden, wo ‎die Energie benötigt wird. Das bedeutet: Kaum ‎Übertragungsverlust, ‎individuelle Lösungen, schnelle Reaktion auf den Bedarf und damit ‎hohe ‎Effizienz. Es fallen weder Anschaffungs- und ‎Wartungskosten für ‎eine eigene Heizungsanlage, ‎noch für einen Schornstein an. ‎Brennstoffe müssen nicht mehr beschafft und gelagert ‎werden. „Die ‎Energie wird dort erzeugt, wo sie gebraucht wird“, so der REWAG-‎‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. ‎

‎„Die dezentrale ‎Erzeugung mit BHKWs ist entscheidend ‎für die RE-‎WAG, um die Strom-‎Eigenerzeugung in Regensburg ‎und der Region ‎‎voranzubringen und die ‎Energiewende vor Ort umzusetzen.“ Die RE‎WAG betreibt bereits 28 ‎solcher Anlagen in Regensburg und der ‎Region. ‎Derzeit sind zwei weitere Projekte in ‎Zusammenarbeit mit ‎Partnern aus der Wirtschaft und der ‎Immobilienbranche im Bau ‎‎beziehungsweise in der Planung.‎ Die REWAG hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf den Ausbau ‎der Energie-‎‎Eigenerzeugung gesetzt. „Wir investieren bis 2020 über ‎‎100 Millionen Euro ‎und erreichen so ‎‎einen Anteil von über 60 Prozent ‎erneuerbarer Energien in unserem Strommix ‎für ‎‎Privatkunden“, so der ‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. Die dezentrale Strom- und ‎‎‎Wärmeerzeugung ‎mit ‎Blockheizkraftwerken bildet – neben der Windkraft – den Schwerpunkt ‎‎der REWAG-Erzeugungsstrategie.‎

Innovatives Energiekonzept für das Marina Quartier: ‎Fernwärmeversorgung mit BHKW-‎ ‎und ‎Kesselanlage.

Auf einem knapp sieben Hektar großen Gelände in Regensburg zwischen historischer ‎‎Altstadt ‎und Westhafen entsteht das Marina ‎Quartier, eine Mischung aus Wohn-, ‎‎Dienstleistungs- und ‎‎Freizeiteinrichtungen. ‎Für die Wärmeversorgung realisierte die ‎REWAG ‎ein Fernwärmenetz, ‎das unter anderem durch zwei ‎hocheffiziente BHKWs, die ‎auf dem Firmengelände der ‎REWAG ‎errichtet wurden, versorgt wird. Die Fernwärme ist durch ‎den Betrieb ‎der beiden BHKWs ‎mit Biomethan besonders umweltschonend und ‎hat eine sehr ‎gute CO2-Bilanz mit einem ‎entsprechend guten ‎Primärenergiefaktor. Die Wärmelieferung erfolgt seit Januar 2017. ‎Die ‎‎REWAG investierte rund 2 Millionen Euro in das Projekt.‎ ‎