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Martin Gottschalk
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Montag, 03.04.2017 15:14

Hilfe zur Selbsthilfe: Energiesparhelfer vorgestellt

Bild (T. Lex): V.l.n.r.: Bürgermeister Jürgen Huber, Michael Matzke, REWAG-Bereichsleiter Kundenservice/Marktkommunikation, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Ludwig ‎Friedl, Energieagentur Regensburg, die Energiesparhelferin Saliah Aksu, Manfred Kiendl, ‎Jobcenter Stadt Regensburg, Evi Kolbe-Stockert, Diakonie Regensburg und der ‎Energiesparhelfer Gerhard Preuß.‎

Der Runde Energietisch Regensburg ‎wurde 2015 ins Leben gerufen. Das Netzwerk umfasst ‎dreizehn ‎Teilnehmer, die zusammen ein Ziel verfolgen: Energieschulden ver‎meiden. Nun haben die Diakonie Regensburg, die Stadt Regensburg, das Jobcenter Stadt Regensburg, die Energieagentur ‎‎Regensburg und die REWAG zwei Energiesparhelfer ausgebildet, ‎die einkommensschwache Haushalte zum energieeffizienten ‎Einsatz von Strom und Wärme beraten.

Die zwei Energiesparhelfer sollen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten und ‎direkt vor Ort beraten. ‎Das Ziel ist, durch Energieeffizienz Kosten zu ‎senken, Energieschulden zu vermeiden ‎und so die damit ‎verbundenen Mahnverfahren und Energiesperrungen zu verhindern. ‎Die ‎Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, REWAG-‎Aufsichtsratsmitglied Gertrud Maltz-‎Schwarzfischer, sieht in dem ‎Projekt den richtigen Ansatz: „Gerade bei ‎einkommensschwachen ‎Haushalten sollte jedes Potenzial zur Einsparung genutzt werden, ‎um ‎Energieschulden zu vermeiden. Mit den Energiesparhelfern, die direkt ‎zu den betroffenen ‎Menschen nach Hause kommen, können wir ‎genau da unterstützend ansetzen.“‎

Einkommensschwache Haushalte sind besonders von Energiearmut ‎bedroht. Die Ausgaben ‎rund um den Energieverbrauch nehmen einen ‎nicht unerheblichen Teil der monatlich ‎laufenden Verpflichtungen ein. ‎Zum anderen ist gerade bei Menschen, die Transferleistungen ‎‎beziehen, der Energieverbrauch oftmals im Vergleich zu anderen ‎Bevölkerungsgruppen ‎erhöht, weil mehr Zeit im eigenen Zuhause ‎verbracht wird.‎ ‎
Um diese Menschen bestmöglich zu erreichen, verfolgen die Energie-‎sparhelfer den Ansatz ‎der Vor-Ort-Beratung. Sie vereinbaren auf ‎freiwilliger Basis Termine und führen eine für den ‎Betroffenen ‎verständliche Beratung durch. Dabei zeigen sie Wege zur ‎Energieeinsparung auf ‎und können auf Soforthilfen in Form von ‎Sachmitteln, wie etwa Energiesparlampen, im Wert ‎von bis zu 50 Euro ‎pro Haushalt zurückgreifen. Außerdem informieren sie über ‎grundlegende ‎Dinge, wie den Aufbau der Stromrechnung, die ‎Funktion von Abschlägen oder die Einhaltung ‎von Fristen. Die beiden ‎Energiesparhelfer sind über das Jobcenter Stadt Regensburg in eine ‎entsprechende Qualifizierungsmaßnahme integriert worden. Über die ‎Diakonie Regensburg angestellt ‎wurden sie von der Energieagentur ‎Regensburg und der REWAG ausgebildet und geschult. ‎Die ‎Maßnahme wird sowohl aus Bundes- und Fördermitteln des Euro-‎päischen Sozialfonds, als auch von der Stadt Regensburg, der ‎REWAG und der Diakonie finanziert. Die Energiesparhelfer ‎können ‎aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen die Probleme der Hilfesuchenden ‎gut ‎nachvollziehen und auf gleicher Augenhöhe mit den Kunden in ‎Kontakt treten. Hilfe zur ‎Selbsthilfe und Eigeninitiative der Kunden ‎können so gestärkt werden.‎

Der REWAG-Bereichsleiter Kundenservice/Marktkommunikation, Mi-‎chael Matzke, sieht im ‎Einsatz der Energiesparhelfer einen sehr ‎interessanten Ansatz, die bisherigen Energieeffizienz-Maßnahmen der ‎REWAG zu ergänzen: „Dies gilt es jetzt in der zweijährigen ‎Projektlaufzeit nachzuweisen. Ich hoffe auch persönlich sehr, dass ‎das Angebot gut angenommen wird.“‎

Der Runde Energietisch der REWAG

Die REWAG hat im Jahr 2015 den Runden Energietisch ins Leben ‎gerufen. Gemeinsam mit der Stadt ‎Regensburg, dem Amt für Soziales, ‎dem Landratsamt, den JobCentern Stadt und Land, der Caritas, der ‎‎Diakonie Regensburg, den Vereinen Kontakt Regensburg e.V., Mütter ‎in Not e.V., Donum Vitae in Bayern e.V., ‎Zweigstelle Regensburg, pro ‎familia Regensburg e.V. und Soziale Initiative Regensburg e.V. ‎erarbeitet sie ‎gezielt Strategien um zu verhindern, dass Menschen in ‎die Energieschuldenfalle tappen. Durch den ‎frühen und gezielten ‎Informationsaustausch kann präventiv gehandelt und im Vorfeld ‎geklärt werden, ‎welche Institution an welcher Stelle welche ‎Unterstützung bieten kann. Damit sollen Stromsperrungen als ‎letzte ‎Maßnahme vermieden und eine nachhaltige, wirtschaftliche ‎Grundversorgung sichergestellt ‎werden. ‎