Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz-Richtlinien zu. Hinweis ausblenden   X

Ihr Ansprechpartner

Martin Gottschalk
Martin Gottschalk
Leiter Kommunikation
0941 601-2050
0941 601-2055
Montag, 23.10.2017 10:25

Neubaugebiet Brandlberg: Innovatives Fernwär‎mekonzept umgesetzt

Mit einem innovativen Energiekon‎zept für das Neubaugebiet am Brandlberg sorgt die ‎REWAG für ‎nachhaltig erzeugte Wärmeversorgung aus einem Guss. Die neu ‎‎errichtete Heizzentrale ist in Betrieb genommen, das Fernwärme‎netz fertiggestellt.

Im Regensburger Neubaugebiet Brandlberg entstehen 250 ‎Wohneinheiten in Einfamilien-, ‎Doppel- und Reihenhäusern und etwa ‎‎260 Wohnungen. Die REWAG wird das neue Baugebiet im Rahmen ‎eines ‎‎Fernwärmenetzes effizient mit ‎‎Wärme versorgen. „Derzeit ‎verlegen wir die Hausanschlüsse, ‎dann können die ersten Kunden mit ‎Wärme beliefert werden“, so der REWAG-‎Fachbereichsleiter ‎Erzeugung und Energiedienstleistung Andreas Krüger. Denn das ‎‎Baugebiet entwickelt sich schneller als geplant. Voraussichtlich im ‎November ziehen die ‎ersten Bewohner ein. Die Wärmelieferung ‎erfolgt dann über eine neu errichtete Heizzentrale ‎mit einem Erdgas-‎Spitzenlastkessel und ein 2.400 Meter langes Fernwärmenetz. Statt ‎vieler ‎kleiner Heizungsanlagen arbeitet man mit einer großen. Trotz ‎des vorläufigen Einsatzes von ‎Erdgas ist insgesamt eine hohe Energie‎effizienz gegeben.‎
‎ ‎
Der nächste Schritt des ‎Energiekonzeptes geht in Sachen ‎Klimaneutralität allerdings noch weiter. Denn das ‎Energiekonzept der ‎REWAG sieht vor, die Wärme aus einem Biogas-Blockheizkraftwerk ‎‎‎(BHKW) des Energieversorgers zu erzeugen das wiederum von der ‎nah ‎gelegenen ‎Biogasanlage der REWAG auf dem ‎Firmengelände der ‎Walhalla Kalk ‎versorgt wird. Das ‎BHKW sorgt so für eine ‎klimaneutrale Wärmeversorgung.‎ Dem Neubaugebiet stehen dann ‎‎jährlich rund 2.600 Megawattstunden annähernd ‎Kohlendioxid-‎neutraler und regional ‎‎erzeugter Wärme zur Verfügung. Dies ‎entspricht einem ‎‎Anteil von fast 70 Prozent des ‎‎Gesamtwärmebedarfs.‎ ‎‎„Innovative und nachhaltige Wärmelösungen gehören zu unseren ‎Kernkompetenzen. Hier können wir ‎gemeinsam mit den Kunden in ‎Stadt und Landkreis bedarfsgerechte Konzepte entwickeln und ‎unser ‎Know-how einbringen“, so der REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf ‎‎Hermes.‎ „Gemäß unserer Unternehmensstrategie haben wir in den ‎vergangenen Jahren verstärkt in energieeffiziente Kraft-Wärme-‎Kopplungsprojekte mit Blockheizkraftwerken, aber auch in ‎Windkraftanlagen ‎investiert und deren Betriebsführung ‎übernommen.“‎

‎Mit dem Bau der Wärmeleitung vom BHKW zur Heizzentrale wird der‎zeit begonnen. Die ‎Bauphase dauert etwa drei Monate. Die ‎‎Grundlastwärme des BHKWs ‎wird über die ‎‎1.100 Meter lange ‎Wärmeleitung ‎zur REWAG-eigenen Heizzentrale ‎in der Nähe ‎des ‎‎Baugebietes geführt, die für diesen ‎Zweck errichtet wurde und die ‎Wärme in das ‎Netz ‎des Areals einspeist. Die neue Heizkesselanlage ‎wird auch zukünftig mit Erdgas ‎betrieben. ‎Der Erdgas-Heizkessel ‎dient dazu, bei Spitzenlasten, also bei einem hohen ‎Verbrauch, bei ‎dem die Wärmemengen der Blockheizkraftwerke nicht mehr ‎ausreicht, den ‎Wärmebedarf zu decken und gewährleistet die ‎Redundanz bei Wartungsarbeiten am BHKW. ‎Eine sehr ‎gute CO2-‎Bilanz ist dennoch gegeben, da sich der Erdgaskessel nur bei ‎‎Spitzenlasten dazu schaltet. Etwa 70 Prozent der Wärmeversorgung ‎erfolgt CO2-neutral.‎

Die produzierte Wärme wird als Heizwasser von etwa 85° Celsius ‎durch ein ‎‎wärmegedämmtes Rohrsystem direkt in die Gebäude ‎‎transportiert. Sie dient zum Betrieb der ‎Heizung und zur Erzeugung ‎von Warmwasser. Fernwärme ist eine ökologische und sehr ‎‎wirtschaftliche Form der Wärmeversorgung. Anstelle einer ‎Heizungsanlage sind die Gebäude ‎mit einer wartungsarmen ‎Fernwärme-Kompaktstation ‎ausgestattet. Die Nutzer profitieren von ‎‎transparenten, günstigen Wärmepreisen und ‎geringeren ‎Preisschwankungen im Vergleich zu ‎anderen Wärmelösungen. ‎Darüber hinaus ‎reduziert Fernwärme die CO2-Emissionen des ‎‎versorgten Gebäudes und bietet eine sehr ‎hohe ‎Versorgungssicherheit. Es gibt keine ‎Anschaffungs- und ‎Wartungskosten, die Bevorratung von Brennstoff entfällt ebenso wie ‎der ‎Besuch des Schornsteinfegers. Die Heizung wird komplett ‎ausgelagert. Mit der Wärmenutzung aus dem BHKW der ‎REWAG ‎kann ‎ein idealer Synergieeffekt des ‎Wärmeverbrauchs erzielt werden, ‎da das Areal ‎am Brandlberg ‎die Wärme vornehmlich im ‎Winter, der ‎zweite Kunde, die Trocknungsanlage ‎bei Walhalla ‎Kalk, hauptsächlich ‎im ‎Sommer verbraucht. ‎

Die REWAG möchte allen interessierten Bürgern und Anwohnern die ‎Möglichkeit bieten, sich ‎vor Ort von dem Energiekonzept zu überzeugen. Dafür ist im kommenden Jahr eine ‎Informationsveranstaltung ge-‎plant, bei der die Anlagen besichtigt werden können. ‎Informationen zu ‎der Veranstaltung gibt die REWAG frühzeitig bekannt.‎