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Blick über den Windpark Fasanerie, mit dem die REWAG die regionale Erzeugung vorantreibt.

Bausteine der Energiewende

Die Energieversorgung ist für sich genommen ein komplexes System. Es sind also viele Faktoren zu berücksichtigen, will man es neu aufstellen und die Energiewende erfolgreich machen. Auch Wärme und Mobilität spielen eine Rolle. SWR und REWAG sind auf allen Feldern aktiv.

Sicher, umweltverträglich und wirtschaftlich, das sind die Kriterien, denen eine zukunftssichere Energieversorgung genügen muss. Das gilt für alle Sparten: Strom, Wärme und Verkehr. Bei der Stromerzeugung hat die Technik bereits große Fortschritte gemacht. Sonne, Wind und Wasser oder auch die Kraft-Wärme-Kopplung sind längst in der Lage, herkömmliche Kraftwerke abzulösen.

Die REWAG selbst investiert seit Langem in erneuerbare Energien. So betreibt das Unternehmen die Windkraftanlage Bärenholz und den Wald-Windpark Fasanerie, die jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Zudem vermarktet die REWAG den Naturstrom aus dem Wasserkraftwerk Pfaffenstein, das der Rhein-Main-Donau AG gehört und von Uniper betrieben wird. Im Bereich des Sonnenstroms erntet die REWAG jährlich etwa 500.000 Kilowattstunden von verschiedenen Dachflächen, die mit Photovoltaik-Anlagen bestückt sind, wie die auf dem Omnibus-Betriebshof der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH. Zudem engagiert sich die REWAG stark im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung, denn diese Technik, die gleichzeitig Strom und Wärme produziert, gilt als sehr energieeffizient. Als Energieträger dient auch Biogas, das in REWAG-eigenen Anlagen erzeugt wird. Dadurch arbeiten diese Kraftwerke nahezu CO2-neutral. Unternehmen, die eigene Erzeugungs-Aggregate anschaffen oder vorhandene auf regenerative Erzeugung umrüsten wollen, können ebenfalls auf die Unterstützung der REWAG setzen. So wird die alternative Erzeugung in der Region Schritt für Schritt ausgebaut.

Intelligent vernetzen

Steht die grüne Energie in ausreichender Menge zur Verfügung? Wie kommt sie zum Verbraucher? Im Unterschied zu herkömmlichen Kraftwerken arbeiten regenerative Anlagen dezentral. Das erfordert neue und vor allem intelligente Lösungen, um Energieproduktion und Energieverbrauch in Einklang zu bringen. Smart Home und Smart Meter sind Stichwörter, die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen. So gilt der intelligente Zähler als wichtiger Baustein der Energiewende. Denn er kann dafür sorgen, dass sich der Verbrauch auch nach der Erzeugung richtet. In einem intelligent vernetzten Haus schaltet sich die Waschmaschine dann ein, wenn die Energie günstig ist, wenn mehr vorhanden ist, als aktuell gebraucht wird. Die Geräte messen auch, wie viel Strom die Solaranlage auf dem Hausdach produziert. Anhand der Daten entscheidet das System, ob die Energie im hauseigenen Speicher zwischengelagert oder ob sie ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Sektoren koppeln

Entscheidend ist, dass man die Faktoren der Energieversorgung nicht isoliert sieht. Die Branche spricht von Sektorkopplung und meint das Zusammenspiel der einzelnen Bereiche. Ein Beispiel wäre die Kraft-Wärme-Kopplung. Je besser hier der Bedarf von Strom und Wärme aufeinander abgestimmt ist, desto effektiver arbeitet diese Technik. Effizient gesteuerte Anlagen erreichen einen Gesamtwirkungsgrad von annähernd 90 Prozent. Das Prinzip, verschiedene Erzeuger zu kombinieren, lässt sich noch viel weiter denken. Bereits in der Erprobung sind virtuelle Kraftwerke. Durch eine intelligente Steuerung bündeln sie die Stromproduktion dezentraler Kraftwerke und sorgen so dafür, dass immer genügend Strom im Netz zur Verfügung steht. Das gewährleistet neben der Versorgung der Gesellschaft auch die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Anlagen. Ein weiterer Vorteil: Was lokal erzeugt wird, muss nicht weit transportiert werden. Das senkt die Kosten für den Ausbau des Leitungsnetzes. Noch Zukunftsmusik, aber in Expertenkreisen viel diskutiert, ist die Möglichkeit, Batterien von Elektrofahrzeugen in das Gesamtsystem einzubauen. Sie könnten als Zwischenspeicher dienen, wenn das Fahrzeug nicht gebraucht wird.

Mobilität weiterdenken

Als Hauptakteur des öffentlichen Nahverkehrs macht sich die SWR für alternative Mobilitätskonzepte stark. Busse, die von A nach B fahren, verbrauchen weniger Energie, und es entstehen deutlich weniger Schadstoffe als beim Individualverkehr. Wenn sie mit Ökostrom fahren, sind sie sogar vollständig CO2-neutral unterwegs. Deshalb hat die SWR begonnen, ihre Flotte umzurüsten. In der Altstadt fahren bereits die ersten Busse mit Elektroantrieb – mit Ökostrom von der REWAG, der im Wasserkraftwerk Pfaffenstein produziert wird. Ergänzt werden diese ersten Schritte durch das E-Carsharing-Konzept EARL, das sehr erfolgreich ist. „Mobilitätslösungen sind Teil unserer Kernkompetenzen, sei es über den ÖPNV oder über unsere Parkhäuser“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Koller. „Im Konzernverbund mit der REWAG können wir dabei Synergieeffekte optimal nutzen.“

Spartenübergreifend denken: Olaf Hermes im Interview

Olaf Hermes, Vorstandsvorsitzender der REWAG
Olaf Hermes, Vorstandsvorsitzender der REWAG

Seit 2013 ist Olaf Hermes Vorstandsvorsitzender der REWAG und seit 2015 auch Geschäftsführer der Stadtwerke Regensburg (SWR). Für ihn ist die Energiewende nur zu stemmen, wenn sie ganzheitlich gesehen wird.

Herr Hermes, wenn von der Energiewende die Rede ist, denken noch immer die meisten an Windkraft und Sonnenenergie. Doch wird man damit der Aufgabe gerecht?
Wind, Sonne und Wasserkraft sind natürlich wichtige Pfeiler, wenn wir die Energieversorgung neu aufstellen wollen. Und auch die REWAG engagiert sich stark in diesen Bereichen. Aber wir müssen auch spartenübergreifend denken. Der ganz große Umbau des Energiesystems steht noch bevor.

An was genau denken Sie?

Der gesamte Energieverbrauch soll bis 2050 zum größten Teil auf erneuerbarem Strom basieren. Das heißt: Auf die Stromwende muss auch eine Wärme- und eine Verkehrswende folgen. Hierfür haben SWR und REWAG ihre Kompetenzen gebündelt. Dazu gehören unsere Anlagen zur regenerativen Erzeugung, aber auch die Vermarktung des Stroms aus dem Wasserkraftwerk Pfaffenstein, das der Rhein-Main-Donau-Gesellschaft gehört und von Uniper betrieben wird. Deshalb intensivieren wir die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung, für die wir vielfach Biogas verwenden, und wir engagieren uns gemeinsam mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg für die Entwicklung virtueller Kraftwerke. Zudem bieten wir Stromspeichermöglichkeiten für Endverbraucher und im Bereich der Mobilität sind wir ebenfalls aktiv.

Ist die beste Energie nicht auch die, die nicht verbraucht wird?
Völlig richtig. Deshalb gehört auch die Energieeffizienz zu unseren wichtigsten Handlungsfeldern. Das beginnt schon bei unseren eigenen Liegenschaften. Hier setzen wir alles daran, den Energiebedarf zu optimieren. Unsere Erfahrung und unser Knowhow in dieser Frage stellen wir natürlich auch für die Industrie- und Gewerbebetriebe in der Region zur Verfügung.

Nützliche Links

Wissenswertes über die Energieinitiativen von SWR und REWAG, die Standorte der Ladesäulen, Informationen über den EARL, Fahrpläne für die AltstadtLINIE sowie die Photovoltaik- und Ökostrom-Angebote finden Sie hier:

www.rewag-energiezukunft.de
www.swr-regensburg.de
www.rewag.de