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Regensburg, 06.04.2005

REWAG übernimmt Wasserversorgung in Donaustauf

Markt setzt Meilenstein / Neue Trinkwasserverordnung bringt kleineren Wasserversorgern große Probleme

Ab 1. Oktober 2005 ist für die Trinkwasserversorgung des Marktes Donaustauf die REWAG zuständig. Am Mittwoch, 6. April, unterzeichneten Bürgermeister Hans Lauberger und die REWAG-Vorstände Norbert Breidenbach und Peter Wolfrum den Kaufvertrag für die Donaustaufer Trinkwasserversorgung. "Damit haben wir für über 3.700 Bürgerinnen und Bürger eine qualitativ hochwertige und preisgünstige Trinkwasserversorgung auf Dauer gesichert", so der Bürgermeister.

 

244.000 Euro bezahlt die REWAG an den Markt für Hochbehälter, Leitungsnetze und sonstige Einrichtungen. Grund für den Verkauf: die 2003 in Kraft getretene neue Trinkwasserverordnung und der damit verbundene hohe personelle und finanzielle Aufwand, den der Markt angesichts leerer Kassen nicht tragen kann. Rund zwei Millionen Euro hätte Donaustauf in den nächsten Jahren in das Leitungsnetz investieren müssen.

Der Markt Donaustauf zieht mit dem Verkauf der Wasserversorgung die Konsequenz eines kleineren Wasserversorgers, dem mit der Trinkwasserverordnung und weiteren geplanten Brüsseler Liberalisierungsbestrebungen enorme Probleme bereitet werden. Die REWAG hatte bisher schon den Trinkwasserbedarf des Marktes als Vorlieferant gedeckt und ist ihm  als kompetenter Geschäftspartner, den Bewohnern als zuverlässiger Strom- und Erdgaslieferant bekannt. "Es war klar, dass wir eine so wichtige Sache wie die Trinkwasserversorgung nicht Irgendjemandem anbieten", so Bürgermeister Lauberger. "Aber eine andere Lösung außer den Wasserpreis erheblich von 1,24 auf vorerst 1,60 Euro pro Kubikmeter plus Grundgebühr und Mehrwertsteuer mit steigender Tendenz zu erhöhen gab es nicht." Also hatte der Markt der REWAG seine Wasserversorgung inklusive Leitungsnetz und Hochbehälter zum Kauf angeboten.

Kostenvorteile durch Synergieeffekte

Die REWAG als größerer, aber trotzdem kommunaler Wasserversorger in der hiesigen Region nutzt Synergieeffekte und damit Kostenvorteile in der Wasserversorgung. Sie kann den Donaustaufern deshalb trotz der Investitionen in den nächsten Jahren in Höhe von etwa zwei Millionen Euro gleich bleibende Konditionen wie bisher bieten. "1,24 Euro zuzüglich Grund- und Messpreis und von zur Zeit sieben Prozent Mehrwertsteuer kostet ein Kubikmeter Trinkwasser in Donaustauf auch weiterhin", so REWAG-Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach. Im Laufe des Sommers sollen die Vertragsabschlüsse mit allen Hauseigentümern festgemacht werden. Die REWAG ist dann gemäß der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasser) zuständig für alles bis zum Hausanschluss des Kunden und nicht wie bisher beim Markt nur bis zur Grundstücksgrenze. Sie bietet darüber hinaus alle Servicevorteile wie einen Entstörungsdienst rund um die Uhr und ständige Kontrolle der Wasserwerte in eigenen und fremden Labors. Der bisher für den Markt tätige Trinkwassermeister wird übrigens ebenfalls von der REWAG übernommen.

Informationen und Analysewerte zum REWAG-Trinkwasser gibt es im Internet unter www.rewag.de oder können zum Beispiel im Call-Center unter Telefon 01801 601601 (bundesweit zum Ortstarif) angefordert werden.

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