Aktuelles

Regensburg, 18.06.2007

Preisanpassung bei Strom

"Höhere Einkaufspreise machen Erhöhung notwendig" / REWAG garantiert bis Mitte 2008 stabile Preise


Zum 1. August 2007 wird die REWAG wie viele andere Energieversorger die Strompreise anpassen müssen. Der Grund: die Bezugskosten sind deutlich gestiegen. "Die Strompreise auf dem Beschaffungsmarkt sind im Vergleich 2005 zu 2006 um rund 30 Prozent gestiegen", betonte Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach in einem Pressegespräch am Montag, 18. Juni. Zu dieser Zeit mussten die Bezugsmengen für 2007 und teilweise 2008 bestellt werden. "Das hat Auswirkungen auf unsere Preiskalkulation und macht eine Preiserhöhung unumgänglich." Ab 1. August kostet zum Beispiel eine Kilowattstunde rewario.strom.best 14,74 Cent (brutto 17,54 Cent). Die allgemeine Preissteigerung führte auch bei der REWAG zu einer Erhöhung der Fixkosten. Deshalb werden auch die Grundgebühren angepasst. "Unsere Kunden trifft die Preiserhöhung insgesamt je nach Größenordnung mit einem monatlichen Betrag zwischen 1,20 und 4,50 Euro", so Breidenbach.

 

Trotz gestiegener Beschaffungskosten habe die REWAG durch einen in den letzten Jahren optimierten Einkauf - insbesondere beim Strom - ihren Kunden einen Preis bieten können, der im bayern- und bundesweiten Vergleich zu den günstigsten gehöre. Breidenbach: "Wer mit dem Bayerischen Staatsminister den so genannten Huber-Kompromiss ausgehandelt und sich verpflichtet hat, den Strompreis bis Ende 2007 stabil zu halten, wird meiner Meinung nach spätestens zum Jahreswechsel erhöhen." Im Huber-Kompromiss verpflichteten sich drei große regionale Versorger, die Preise bis Ende 2007 stabil zu halten. Dafür gestattete ihnen der Wirtschaftsminister, die gesunkenen Netznutzungsentgelte mit den gestiegenen Strompreisen auszugleichen. "Für die drei regionalen Unternehmen scheint sich das wirtschaftlich positiv dargestellt zu haben. Für viele Stadtwerke war das nicht der Fall", so Breidenbach. Der Grund: Bei vielen war die Reduzierung der Netznutzungsentgelte bei weitem geringer ausgefallen als der Anstieg der Handelspreise. Eine Kompensation konnte also nicht stattfinden. Trotzdem genehmigten die Preisbehörden den Stadtwerken nur kleine Preissteigerungen. "Politische Interventionen haben verhindert, dass Anfang des Jahres ein marktgerechter Preis verlangt werden konnte. Nachdem die Preisaufsicht nun weggefallen ist, korrigieren die betroffenen Stadtwerke dies mit der Folge, dass die Preissteigerung nun höher ausfallen muss als es zu Jahresbeginn gewesen wäre." Ein Ergebnis des Einwirkens der Politik in den freien Wettbewerb, so Breidenbach weiter.

 

Hohe Steueranteile

Rund 40 Prozent der Stromrechnung besteht aus Steuern und Abgaben, nochmal 30 bis 35 Prozent kostet die Netznutzung. Breidenbach: "Die Politik, die sich nun über das "maßlose Verhalten" der Stadtwerke beschwert, ist also zu mehr als 40 Prozent Verursacher der Höhe des Strompreises." Dass die Strompreise der REWAG trotz Erhöhung marktgerecht seien, zeige die Tatsache, dass die REWAG nach wie vor zu den günstigeren Stromanbietern gehöre. "Durch die garantierte Preisstabilität bis Mitte 2008 werden wir auch künftig noch zu den günstigsten in Bayern und auch bundesweit gehören."

 

Rechenbeispiele

Ein Haushalt mit 1.500 Kilowattstunden Stromverbrauch zahlt mit dem Grundtarif rewario.strom.basis ab August 353,30 Euro (bisher 327,49 Euro) pro Jahr. Bei einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ergeben sich jährliche Kosten von 699,35 Euro statt bisher 649,74 Euro. Entsprechend steigen auch die Tarife für Nachtstrom.

rewario.strom.best kostet bei einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden im nächsten Jahr 348,36 Euro (bisher 319,09). Bei 3.500 Kilowattstunden sind es 699,17 Euro (bisher 646,10).

Für rewario.strom.natur bezahlt der Kunde ab Januar für 1.500 Kilowattstunden 411,37 Euro, bei 3.500 Kilowattstunden sind es 846,20 Euro. Mit den Erlösen daraus werden regenerative Energieerzeugungsanlagen gefördert.

 

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