Aktuelles

Regensburg, 13.09.2010

Preisanpassung beim Erdgas - Festpreisangebot für REWAG-Erdgaskunden

Zum 1. November muss die REWAG die Erdgas- und Wärmepreise anpassen. Der Grund: die Beschaffungskosten sind seit Anfang des Jahres 2010 kontinuierlich gestiegen. "Wir haben diese Preisanpassung so lange wie möglich hinausgezögert: Viele Versorger haben ja bereits erhöht oder planen die Erhöhung zum 1. Oktober. Nun müssen auch wir die gestiegenen Kosten an den Endkunden weitergeben. Intern können wir das leider nicht mehr kompensieren", erklärt REWAG-Vorstandsvorsitzen­der Norbert Breidenbach auf einer Pressekonferenz am Montag, 13. September. Die Kilowattstunde Erdgas kostet ab 1. November in der Grundversorgung 0,71 Cent mehr, bei rewario.erdgas.best 0,60 Cent mehr. Entsprechend steigen auch die Wärmepreise. "Auch nach der Anpassung zum 1. November liegen wir mit unseren  Erdgaspreisen unter Anbietern, die ihre Preise über den Winter stabil halten wollen und dies derzeit verkünden", so Breidenbach. "Deren Versprechen bewegt sich also auf einem sehr hohen Preisniveau."

Beispielrechnungen zur Preisanpassung

Die REWAG hat die Erhöhung für ein Musterhaus und eine Musterwohnung durchgerechnet. Alle Preise sind Bruttopreise und enthalten rund 30 Prozent Steuern und Abgaben, die der Energieversorger nicht beeinflussen kann.

Bei einem Einfamilienhaus mit Erdgaszentralheizung und einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden kostet das Heizen mit Erdgas ab November 1.289,84 Euro pro Jahr. Das entspricht Zusatzkosten von durchschnittlich 10,00 Euro im Monat. In einer Wohnung mit Erdgas-Etagenheizung und 8.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt der Kunde monatlich im Durchschnitt 4,25 Euro mehr.

Über die Preisanpassung informiert die REWAG ihre Kunden in einem persönlichen Anschreiben.

16 Monate stabile Preise

Zuletzt hatte die REWAG die Preise zum 1. Dezember 2008 erhöht, im Jahr 2009 dann sogar drei Mal um insgesamt 30 Prozent gesenkt. Seitdem lagen die Erdgaspreise auf dem niedrigen Preisniveau vom Frühjahr 2007. Aus geplanten 6 Monaten Preisstabilität wurden 16 Monate. "Wir kalkulieren genau und geben auch Preisvorteile zeitnah an unsere Kunden weiter. Leider müssen wir das nun auch mit den gestiegenen Einkaufspreisen tun", erklärt Norbert Breidenbach.

Die Einkaufspreise der REWAG richten sich nach den durchschnittlichen Heizölpreisnotierungen der letzten Monate. Der in diesem Zeitraum gestiegene Ölpreis wirkt sich also nun auf die REWAG-Einkaufspreise aus.

Ölpreisbindung und offener Handelsmarkt

Der REWAG-Erdgaspreis ist bis auf rund 10 Prozent der Einkaufsmenge an den Ölpreis gebunden. Diese Ölpreisbindung verhindert, dass die wenigen ausländischen Erdgasproduzenten bei sinkenden Ölpreisen ihre Marktmacht ausspielen und die Gaspreise hoch halten können. Sinken also die Ölpreise, sinken auch die Gaspreise. Langfristige Lieferverträge bieten deutschen Importeuren wie der REWAG Sicherheit für die Bezüge.

Mit der Einrichtung von offenen Handelsmärkten für Erdgas wird sich diese Situation langfristig ändern. "So genannte Spotmengen, die hier täglich an einer Börse gehandelt werden, können heute noch keinen kalkulierbaren Preis für Heizkunden widerspiegeln, weil extreme Preissprünge auch nach oben hohe Risiken für Kundengruppen ohne alternativen Brennstoffeinsatz mit sich bringen", so Breidenbach. Die REWAG strukturiert derzeit ihren Erdgaseinkauf neu, um die Voraussetzungen zu schaffen, wie beim Stromeinkauf einen günstigen und trotzdem sicheren Preis für ihre Kunden anbieten zu können. Das Risiko der Preisschwankungen an den offenen Handelsmärkten wird durch den Einkauf bei verschiedenen Händlern minimiert.

rewario.erdgas.fix

Eine Prognose für die weitere Preisentwicklung ist derzeit schwer abzugeben. Für rewario.erdgas-Kunden, die aber feste Preise und Planungssicherheit wünschen, bietet die REWAG ab 1. Oktober für ein ganzes Jahr das Festpreisprodukt rewario.erdgas.fix an. Dafür steht ein extra Erdgaskontingent bereit. Wer dafür bereit ist, ab dem 1.10.2010 zusätzlich etwas mehr pro Kilowattstunde zu bezahlen, da die Preisabsicherung am Handelsmarkt Kosten verursacht, sichert sich diesen fixen Preis bis zum 30. September 2011. Bei einem Musterhaus mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden zum Beispiel kostet die Kilowattstunde 0,35 Cent mehr. Das sind durchschnittlich 5,83 Euro mehr pro Monat. Der Vorteil: An jedem extrem kalten Tag mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von unter minus fünf Grad Celsius erhalten die Kunden einen Bonus in Form von 50 bis 200 Kilowattstunden je nach Jahresverbrauch. Beim Musterhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind das umgerechnet 8,96 Euro pro Kältetag. Bei der Musterwohnung mit einem Jahresverbrauch von 8.500 Kilowattstunden zahlt der Kunde für rewario.erdgas.fix im Durchschnitt 2,48 Euro mehr pro Monat und bekommt je Kältetag 6,28 Euro Bonus. In den letzten 10 Jahren gab es durchschnittlich 12 Kältetage pro Jahr. Das fix-Angebot gilt ab sofort bis zum 8. Oktober 2010. rewario.erdgas-Kunden bekommen das Festpreis-Angebot automatisch zugeschickt. Darüber hinaus gibt es Informationen zu rewario.erdgas.fix unter Telefon 0941 601-3399 und unter www.rewag.de.

 

Regensburg, 13.09.2010

 

 

Online-Service
Schmuckbild
Schnell und bequem Ihre Kundendaten einsehen und ändern.
>> Login
>> Jetzt registrieren
>> REWAG-Kunde      werden