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Regensburg, 22.05.2007

REWAG beteiligt sich an Kraftwerksprojekt in Herne

Mit einer kleinen Beteiligung von rund 3 Prozent an dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Herne will die REWAG rund 10 Prozent ihres Strombedarfs decken. Das sind etwa 25 Megawatt. Koordiniert wird das Projekt von der Kommunalen Energie Allianz Bayern (KEA). Insgesamt beteiligen sich sieben Stadtwerke. Das Kraftwerk soll 2011 in Betrieb gehen. Aufsichtsrat und Stadtrat haben dem REWAG-Antrag zugestimmt.

 "Als reiner Weiterverteiler von Energie haben gerade regionale Versorger oder Stadtwerke in Zukunft keine Chance mehr", so REWAG-Vorstandsvor­sitzen­­der Norbert Breidenbach. "Denn sie werden von der Politik durch die Netzregulierung im Vergleich zu den großen Energieerzeugern deutlich benachteiligt." Durch die anteilige eigene Stromerzeugung kann die REWAG preisgünstiger auf einen Teil ihres Energiebedarfs zugreifen. "Damit nehmen wir an der kompletten Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zum Verkauf teil", stellte Breidenbach anlässlich einer Pressekonferenz am Dienstag, 22. Mai, heraus. Durch die Eigenerzeugung sinke die Abhängigkeit vom offenen Handelsmarkt beziehungsweise von der Strombörse EEX in Leipzig und somit von den großen Erzeugern.

Stromerzeugung in Deutschland

Zudem müsse das Vakuum in der Energieerzeugung, das durch den politisch geforderten Ausstieg aus der Atomenergie entstehe, gefüllt werden. "Alleine mit regenerativen Energieanlagen ist das nicht machbar", so Breidenbach. In Deutschland entfielen 2006 laut dem Verband der Elek­trizitätswirtschaft (VDEW) für die Stromproduktion 29 Prozent auf Kernenergie, 25 auf Braunkohle und 21 auf Steinkohle. 10 bzw. 12 Prozent Anteil an der Stromerzeugung hatten Erdgas und regenerative Energien. In Bayern liegt der Anteil der regenerativen Erzeugung durch die Wasserkraftanlagen etwas höher als der Bundesdurchschnitt (2005: 14,3 Prozent). Die Kernenergienutzung zur Stromgewinnung liegt in Bayern aber bei weit über 60 Prozent. "Wir werden mittelfristig die herkömmlichen Energieträger, insbesondere den bei uns hohen Anteil der Kernenergie, auch nicht ersetzen können", so das Statement der REWAG-Chefs. "Der Energiebedarf kann nur mit einem breiten Energiemix befriedigt werden." Trotzdem gehört es seit Jahren zur Unternehmenspolitik der REWAG, nach neuen Wegen und Energiequellen zu suchen. In diesem Zusammenhang nannte Breidenbach auch die Beteiligung an der RENION Biogas zur Erzeugung und Vermarktung von Biogas in der Region Regensburg.

Wirtschaftlichkeit notwendig

Primärenergie-Kraftwerke rechnen sich aufgrund der Technologie und der gesamten Logistik nur in großen Einheiten. "Die REWAG alleine kann ein Großprojekt nicht schultern", erklärte Breidenbach. "Deshalb haben wir uns mit anderen Stadtwerken zusammengeschlossen."

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