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Regensburg, 03.07.2009

Bau der Bioerdgasanlage Kallmünz: Ein wichtiger Schritt in die regionale Energieproduktion

Einen wichtigen Schritt in die regionale Energieproduktion begehen die beiden Energieversorgungsunternehmen der Region, die REWAG und E.ON Bayern AG, mit dem Bau der Bioerdgasanlage Kallmünz. Die Anlage wird jährlich 49 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas produzieren. Das von beiden Partnern zu gleichen Anteilen gehaltene Tochterunternehmen REGAS trägt somit dazu bei, langfristig die Versorgung von Strom und Gas - unabhängig von Energielieferungen aus dem Ausland - zu sichern. Mit der Unterzeichnung einer Erklärung zum Ausbau regenerativer Energien in der Region gaben am vergangenen Freitag REWAG-Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Landrat Herbert Mirbeth, REWAG-Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach und E.ON Bayern-Vorstandsvorsitzender Thomas Barth eine feierliche Erklärung ab. Zusammen mit Siegfried Bauer,  Bürgermeister des Marktes Kallmünz, Johann Mayer, Kreisobmann des Bauernverbandes und den REGAS-Geschäftsführern Karl-Wolfgang Brunner und Manfred Ritz gaben sie damit den symbolischen Startschuss für den zweiten Bauabschnitt der Bioerdgasanlage am Standort Eich.

Schaffung regionaler Wertschöpfung

"Damit setzen REWAG und E.ON Bayern nicht nur ein Zeichen ihrer Verantwortung für die Umwelt, sondern erweitern auch eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem gemeinsamen Unternehmen REGAS", sagte Norbert Breidenbach. Der besondere Dank Breidenbachs galt Landrat Herbert Mirbeth und dem Bürgermeister des Marktes Kallmünz Siegfried Bauer. "Sie haben einen wesentlichen Beitrag am weiteren Erfolg der Kooperation geleistet." Als "Meilenstein in der Schaffung regionaler Wertschöpfung" sieht Oberbürgermeister Hans Schaidinger den Bau der Bioerdgasanlage. "Durch den Einsatz der Technologie bringen wir die Energie-Wertschöpfungskette nach Regensburg. Das bringt Vorteile für die Landwirte, die regionale Wirtschaft und nicht zuletzt die Bürger", so Schaidinger in seinem übermittelten Grußwort. "Wir sind stolz, dass wir durch ein Netzwerk aus Kommunen, Energieunternehmen und der Landwirtschaft den Bau der ersten Biogasanlage dieser Art im Landkreis Regensburg initiieren konnten", erklärte Landrat Herbert Mirbeth. Und weiter: "Die Biogasoffensive, die ein zweites Standbein für die Landwirtschaft darstellt, trägt somit erste Früchte. Jeder Euro, der in der Region bleibt, ist gut für die Landwirtschaft und steigert unsere eigene Wertschöpfung im Landkreis. Außerdem können wir damit unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten." Thomas Barth, Vorstandsvorsitzender der E.ON Bayern AG, unterstrich die Vorzüge der neuen Anlage: "Durch die Einspeisung des aufbereiteten Bioerdgases ins Ergasnetz können wir das Gas auf die Reise schicken und sind nicht mehr an einen Wärmeabnehmer vor Ort gebunden." Er sehe das Projekt als Fortführung der 2006 begonnenen Bioerdgasoffensive des Unternehmens. "Unser Engagement beim Bioerdgas sehen wir als langfristigen Beitrag für einen vernünftigen Energiemix und als Stärkung der Standortregionen im ökologischen und wirtschaftlichen Sektor", so Barth.

Zur REGAS

Die REGAS wurde im Frühjahr 1999 gegründet, um die Erdgaserschließung im weiteren Umland von Regensburg voranbringen. E.ON Bayern und REWAG halten je 50 Prozent der Anteile. Nach der Umstrukturierung des Unternehmens Anfang des Jahres 2009 -  die Leitungsnetze wurden wieder an die REWAG bzw. E.ON Bayern AG abgegeben - war man nun frei für neue Aufgaben. Als Geschäftsführer agieren seither REWAG-Prokurist Wolfgang Brunner und von Seiten der E.ON Manfred Ritz. Nachdem die Biogasanlage Schwandorf von E.ON Bayern in die  REGAS eingebracht wurde, ist der Bau der Bioerdgasanlage Kallmünz das erste gemeinsame Projekt der beiden Energieversorger. Rund 11,4 Millionen Euro investieren REWAG und E.ON Bayern AG in das Bauvorhaben. Zudem sind weitere Anlagen in der Region in Planung. "Wir wollen den Bau von Biogasanlagen in der Region forcieren und somit unsere regionale Unabhängigkeit stärken", so REWAG-Chef Norbert Breidenbach.

Die Biogasanlage Kallmünz

Bioerdgas ist ein Multitalent zukünftiger Energieversorgung. So werden aus den jährlich in Kallmünz gewonnenen und in das Erdgasnetz eingespeisten 49 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas mit Hilfe dezentraler Blockheizkraftwerke Strom und Wärme produziert. Der Standort Eich in Kallmünz ist von den Platzverhältnissen und den örtlichen Gegebenheiten her ideal geeignet. Die Produktion der umweltfreundlichen Energie soll im ersten Halbjahr 2010 beginnen.

Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit

Maximal 870 Hektar Anbaufläche sind für die Energiepflanzen nötig. Mit der Aufnahme von Energiepflanzen   in den Anbau werden von den Landwirten zusätzliche Pflanzen in die bestehende Fruchtfolge integriert. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Bodenfruchtbarkeit verbessert sowie der Befall durch unerwünschte Beikräuter und Schädlinge reduziert wird. Die REGAS-Verantwortlichen setzen sich dafür ein, dass die Produktion der Einsatzstoffe nachhaltig entsprechend deutschen und EU-Vorschriften abläuft. Für den Bau setzt die REGAS auf die Kompetenz der Firma Schmack Biogas AG.

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