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Regensburg, 07.12.2010

REWAG-Kulturstiftung: Leopold Hurt erhält Kunstpreis

Der mit 10.000 Euro dotierte Kunstpreis 2010 der Regensburger Kulturstiftung der REWAG, in diesem Jahr für Musik ausgeschrieben, geht an den in Regensburg geborenen und zur Zeit in Hamburg arbeitenden 31-jährigen Komponisten Leopold Hurt.

"Dieser am höchsten dotierte Kunstpreis in Regensburg wird zum zweiten Mal vergeben", so Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger. "Die Regensburger Kulturstiftung der REWAG und die Stadt Regensburg zeigen mit der Vergabe des Kunstpreises ihr wichtiges Engagement zur Förderung neuer Kunst", betonte Dr. Klaus Schulz, Vorstand der Kulturstiftung anlässlich der Pressekonferenz am Dienstag, 7. Dezember. Im Jahr 2008 wurden zwei bildende Künstler ausgezeichnet. In den nächsten Jahren sollen im Zwei-Jahres-Rhythmus weitere Kunstsparten folgen. REWAG-Vorstandsvor­sitzender Norbert Breidenbach: "Seit mehr als zehn Jahren leistet die von der REWAG gegründete Kulturstiftung wertvolle Arbeit für die Region und hat viele Projekte unterstützt, die sonst nicht hätten verwirklicht werden können."

22 Komponisten der Region hatten sich mit 120 Werken der Klassischen Musik an der Ausschreibung beteiligt. Sinfonien, Klavierkonzerte, Oratorien, Opern und Kammermusikwerke höchster Qualität wurden eingereicht. Positiv überrascht wurden Kuratorium und Jury von der großen Resonanz der Ausschreibung. Mit einer so großen Anzahl eingereichter Kompositionen hatte man auch in Fachkreisen nicht gerechnet. "Der ausgelobte Kunstpreis habe im Bereich der Klassischen Musik/Komposition/E-Musik nun einen Überblick über das beeindruckende kreative Potenzial der Region Regensburg gebracht", so das Resümee der Jurymitglieder.

Leopold Hurt entschied den Wettbewerb für sich mit den beiden Kompositionen "Seismographien" (2009), Messungen über Antoine Brumel kombiniert mit Bearbeitungen aus Brumels Messe "Et ecce terrae motus" für 6 Stimmen und 17 Streicher und "Erratischer Block" (2006) für Violine, Saxophon, Klavier, Schlagzeug, mikrotonale Altzither und Elektronik.

 

Statement der Juroren

Die Jury nannte für die Preisvergabe an Leopold Hurt folgende Begründung: "Hurts Kompositionen sind im höchsten Maß innovativ. Der Komponist zeigt, dass er über ein ungemein großes kreatives und technisches Potential verfügt, seine Kompositionen bestechen durch unvergleichlich hohe Farbigkeit im Umgang mit den gewählten technischen Mitteln. Der enorme Schwierigkeitsgrad seiner Werke riskiert deren Realisierungen. Das Potential seiner kompositorischen Begabung ist künstlerisch auf höchstem Level zu platzieren". Die Jury bestand aus Prof. Dr. Wolfgang Horn, Lehrstuhl für Musikwissenschaft der Universität Regensburg, Prof. Dr. Dieter Torkewitz, Lehrstuhl für Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Nachfolge Diether de la Motte). Den Juryvorsitz hatte Studiendirektor Udo Klotz als Kuratoriumsvertreter der Regensburger Kulturstiftung der REWAG inne.

 

Anerkennungspreis der Regensburger Kulturstiftung der REWAG

Den mit 500 Euro dotierten Anerkennungspreis der Regensburger Kulturstiftung der REWAG erhält der 15-jährige Komponist Alexander Maria Wagner aus Traitsching/Opf. für seine 1. Sinfonie "Kraftwerk" (2009). Bereits in frühen Jahren beweist der junge Pianist und Komponist kompositorische Kreativität und großes Talent, er verfügt über ein verblüffendes musikalisches Potenzial. Das Kuratorium der Regensburger Kulturstiftung der REWAG und die Jury beurteilen Alexander Wagner folgendermaßen: "Wir ermutigen durch die Verleihung des Anerkennungspreises dieses große Talent darin, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. In diesem frühen Alter eine solche Leistung vorzulegen, zu konzipieren und auszuarbeiten, berechtigt uns zu den größten Hoffnungen in dieses Talent."

 

Zur Kulturstiftung

Um die Aktivitäten in der Kulturförderung voranzubringen, zusammen zu fassen und so erheblich wirksamer einzusetzen, hat die REWAG bereits 1997 die "Regensburger Kulturstiftung der REWAG" gegründet. Außerdem bietet die Kulturstiftung die Möglichkeit, Projekte zu verwirklichen, die es ohne Zuschüsse gar nicht gegeben hätte. Seit 2008 vergibt sie im zweijährigen Turnus den Kunstpreis, jeweils ausgelobt für eine bestimmte Sparte.

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