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Donnerstag, 25.10.2018 13:12

Aus Sicherheitsgründen: REWAG verlegt Gashochdruckleitung unter dem Regen

Foto Tino Lex. Der Hochdruck-Gasschlauch wird in den Düker eingebracht.

 

Als Gasversorger ist die REWAG nicht nur dafür zuständig, ihre ‎Kunden zuverlässig zu beliefern. Sie muss auch gewährleisten, dass ‎die Versorgungsleitungen sicher und geschützt sind. Muss so eine ‎Gasleitung einen Fluss überwinden, wurde das bislang oft mittels ‎Leitungen an Brücken gelöst. Ein Unfall an der Regensburger ‎Protzenweiherbrücke am Regen hat gezeigt, dass diese Methode ‎risikobehaftet ist. Am 13. März 2008 hatte ein niederländisches ‎Frachtschiff, dessen Ladekran nicht vollständig eingefahren war, die ‎Gasleitung an der Brücke zerstört, dadurch eine Gas-Explosion ‎ausgelöst und einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht ‎der bis heute die Gerichte beschäftigt. ‎

Was sich bei der Trinkwasserversorgung bewährt hat, wurde nun ‎auch bei der Gasversorgung umgesetzt. Vom Busparkplatz in der ‎Bäckergasse zur Thurnknopfstraße untertunnelt nun auf einer Strecke ‎von 200 Metern ein weiterer Düker den Regen. In diesen haben die ‎Experten vergangene Woche die neue Gashochdruckleitung ‎eingeführt. Erneut greift hier die REWAG auf ein innovatives Verfahren ‎der Firma Rädlinger primus line GmbH aus Cham zurück. Zunächst ‎wurde mittels eines sogenannten Spülbohrverfahrens der Tunnel für ‎den Düker gebohrt und dieser verlegt. In den Düker kam nun ‎vergangene Woche ein Hochdruck-Gasschlauch der innen mit ‎modifiziertem thermoplastischem Polyurethan (TPU) beschichtet ist. ‎Diese Beschichtung ist speziell für Gashochdruckleitungen geeignet.

Ein Vorteil der Kombination aus Düker und TPU-Schlauch besteht ‎darin, dass Kosten und Zeit gespart werden. Gashochdruckleitungen ‎werden gewöhnlich aus Sicherheitsgründen in Stahlrohren verlegt. Bei ‎einer Flussunterquerung ist das schwierig. Dadurch, dass Stahl nur ‎bedingt gekrümmt werden kann, wäre die zu überwindende Strecke ‎sehr lang. Kein Problem bei einem Düker aus Kunststoff. Mit der ‎aktuellen Methode fallen nur wenige Grabungsarbeiten an. Das ‎bedeutet, dass weniger in Natur und Infrastruktur eingegriffen werden ‎muss. Rund 550.000 Euro investiert die REWAG in diese ‎Baumaßnahme und damit in die Versorgungssicherheit.‎