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Donnerstag, 13.07.2017 13:06

Bergfest beim Hochbehälter "Am Mühlberg"

Neubau abgeschlossen, Sanierung kann beginnen

Die neue Wasserkammer im Hochbehälter "Am Mühlberg"

 

Regensburg, 12. Juli 2017. Der größte Teil ist geschafft. Der Neubau am Hochbehälter „Am Mühlberg“ steht. Die Sanierung des bestehenden Behälters kann beginnen. Das hat die REWAG zusammen mit den beteiligten Firmen und dem REWAG-Aufsichtsrat bei einem Bergfest gefeiert. Die Gäste konnten einen Blick in die neue Wasserkammer werfen und waren beeindruckt von der Technik und Dimension des Hochbehälters. „Ich freue mich, dass wir bei diesem Großprojekt so gut im Zeitplan liegen und auch das geplante Budget von rund 2,7 Millionen Euro einhalten werden. So können wir die hohe Trinkwasserqualität und sichere Trinkwasserversorgung in Regensburg auch zukünftig gewährleisten“, erklärte REWAG-Vorstandsvorsitzender Olaf Hermes. „Wir haben in Regensburg das Glück, dass wir ausreichend und wirklich gutes und gesundes Trinkwasser zur Verfügung haben. Das ist nicht selbstverständlich. Nicht zuletzt liegt das auch am Engagement der REWAG. Dafür vielen Dank und weiterhin viel Erfolg bei den umfangreichen Baumaßnahmen hier „Am Mühlberg““, ergänzte die REWAG-Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Der Hochbehälter „Am Mühlberg“
Der Hochbehälter „Am Mühlberg“ versorgt mit einer Speicherkapazität von ‎‎1.000 Kubikmetern Trinkwasser täglich rund 12.000 Personen. „Tatsächlich aber ‎liegt der Tagesverbrauch hier bei 2.500 Kubikmetern. Diese Menge müssen wir ‎laut aktueller Anforderungen des Deutschen Vereins des Gas- und ‎Wasserfaches (DVGW) auch speichern können. Deshalb stocken wir auf“, ‎erklärte der REWAG-Vorstandsvorsitzende. Mit der Sanierung der bestehenden 1.000-Kubikmeter-Wasserkammer und dem Neubau einer 2.000-Kubikmeter-Wasserkammer liegt die REWAG dann sogar über der empfohlenen Größe, um den Anforderungen der wachsenden Stadt Regensburg zu entsprechen. Auch die REWAG-‎Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, sieht in der ‎Investition mehr als eine reine Notwendigkeit: „Die Sicherstellung einer zuverlässigen und ‎zukunftsfähigen Infrastruktur für die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser hat ‎oberste Priorität.“ ‎

Der Hochbehälter „Am Mühlberg“ wurde 1955 erbaut. Er bestand – im ‎Gegensatz zu den anderen elf Hochbehältern im Versorgungsgebiet der ‎REWAG – nur aus einer Kammer. Deshalb war die jährliche Reinigung mit ‎großem Aufwand verbunden. Während bei den übrigen Hochbehältern eine ‎Kammer bei den Reinigungsarbeiten vom Netz genommen werden kann, musste ‎bei diesem System der Hochbehälter komplett vom Netz.‎

Der Neubau
Im August 2016 haben die umfangreichen Arbeiten am Hochbehälter „Am Mühlberg“ begonnen. Wie geplant konnte der Neubau in knapp einem Jahr fertiggestellt werden. Es handelt sich dabei um eine Wasserkammer mit ‎einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern, bei einer Länge von 28 ‎Metern, einer Breite von 17 Metern und einer Höhe von 5,20 Metern. ‎Die Kammer ist aus Stahlbeton ohne zusätzliche Beschichtung. Der ‎Neubau grenzt direkt an den bestehenden Hochbehälter an und ist damit über ein ‎Verbindungsbauwerk und darin befindlichen Rohrleitungen verbunden. Noch im Juli geht der neue Behälter in Betrieb.

Die Sanierung
Noch im Juli startet die ‎Sanierung der bestehenden Kammer. Es handelt sich dabei um einen runden, ‎beschichteten Stahlbetonbehälter mit einem Innendurchmesser von 4,5 Metern ‎und einer Höhe von 5,20 Metern. Hier müssen sämtliche Rohrleitungen erneuert ‎werden. Die vorhandene Be-schichtung wird entfernt und durch eine ‎mineralische Beschichtung ersetzt. Weitere gegebenenfalls notwendige bauliche ‎Veränderungen können erst im Zuge der Sanierung genau definiert werden.‎

Funktionsweise von Hochbehältern
Hochbehälter werden möglichst auf Anhöhen gebaut. Sie funktionieren nach ‎dem Naturgesetz, dass Wasser stets nach unten fließt und dabei einen ‎Wasserdruck im Leitungsnetz erzeugt. So gelangt das Trinkwasser über die ‎Rohrleitungen mit konstantem Druck in die überwiegend tiefer gelegenen Haushalte Regensburgs. Ein weiterer Vorteil ist, dass in den Wasserspeichern stets ‎ein ausreichender Wasservorrat gehalten werden kann, der Bedarfsspitzen ‎ausgleicht. Damit kann aus den Brunnenanlagen eine konstante ‎Wassermenge entnommen werden, was die Anlagen zusätzlich schont.‎
Insgesamt betreibt die REWAG aktuell 12 Hochbehälter mit einem ‎Fassungsvermögen von insgesamt über 37 Millionen Litern.‎

Investitionen in die Versorgungssicherheit
Rund 2,7 Millionen Euro investiert die REWAG in die Sanierung und den Ausbau ‎des Trinkwasser-Hochbehälters „Am Mühlberg“ in Sallern. Nur ein kleiner Teil der Summe, die die REWAG insgesamt in die Trinkwasserver-sorgung investiert. „Bis 2020 sind insgesamt bis zu 20 Millionen Euro die wir in die Hand nehmen, um die hohe Trinkwasserqualität und die sichere Trinkwasserversorgung auch zukünftig ‎gewährleisten zu können“, so Hermes. Neben Maßnahmen zum ‎Hochwasserschutz und der Erneuerung und Verstärkung des Leitungsnetzes ‎spielt dabei auch die Instandhaltung der Trinkwasserspeicher eine große Rolle. ‎

Das REWAG-Trinkwasser  ‎
Die REWAG versorgt rund 170.000 Menschen mit gut elf Millionen Kubikmetern ‎Trinkwasser pro Jahr. Die REWAG-Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr ‎darum, dass Trinkwasser frisch, sauber und ständig zur Verfügung steht. 1.700 ‎Kontrollen jährlich im REWAG-eigenen Labor und in Fremdlabors garantieren ‎ein stets gesundes und hygienisch einwandfreies Produkt. ‎Das REWAG-Trinkwasser ist hartes Wasser. Konkret hat es einen Wert von 17 ‎Grad deutscher Härte (17°dH) und fällt damit knapp in den Härtebereich „hart“. ‎Für den Menschen ist das gut. Denn die Bestandteile von Kalk im Wasser – ‎Calcium, 92 Milligramm pro Liter (mg/l) und Magnesium 18 mg/l – sind für den ‎Konsumenten lebenswichtige Mineralstoffe. Sie dienen zum Beispiel dem ‎Aufbau von Knochen und Zähnen und sind für den Energiestoffwechsel ‎unerlässlich. Mehr Infos zum Trinkwasser und viele Tipps zum Wassersparen ‎gibt es auf www.rewag.de.‎