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Martin Gottschalk
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Dienstag, 18.12.2018 11:14

Versorgungsqualität‎: ‎Investitionen in das Stromnetz von morgen

Mit ihrem Programm „Netz 2030“ investiert ‎die REWAG für mehr Sicherheit und ‎Qualität der Stromversorgung zusätzlich ‎rund 22 Millionen Euro in ihr Stromnetz. Die ‎Initiative beinhaltet neben ‎verschiedener Modernisierungsmaßnahmen vor allem die ‎Erneuerung ‎störanfälliger PE-Stromkabel. Davon sind bereits etwa 20 Prozent ausgetauscht. ‎Ein Drittel befindet sich derzeit in Bearbeitung.

Stromausfälle sind lästig. Gerade in der dunklen Jahreszeit ärgert es, ‎wenn das Licht ausfällt. ‎Für Industrieunternehmen mit hochsensiblen ‎Anlagen sind schon Spannungseinbrüche, die ‎eine Privatperson bestenfalls durch ein kurzes „Flackern“ einer alten ‎Glühbirne wahrnimmt, ‎ein Problem. Sie können millionenteure ‎Produktionsausfälle ‎verursachen. Dafür reichen ‎Schwankungen im Millisekunden-Bereich. ‎Verursacht werden Sie häufig durch störanfällige ‎Mittelspannungskabel ‎ mit Polyethylen-Isolation, sogenannte PE-‎Kabel. Das Material der 1975 bis ‎‎1992 verlegten Leitungen ist trotz ‎Sanierung empfindlich gegenüber eindringendem Wasser. ‎Die Folge ‎sind Kurzschlüsse. Etwa 30 Mal ‎höher liegt die Wahrscheinlichkeit, ‎dass bei einem ‎dieser älteren PE-Kabel im Vergleich zu neuen VPE-‎Kabeln (vernetztes Polyethylen) ‎materialbedingt eine Störung ‎auftritt.‎

Deshalb tauscht die REWAG die störungsanfälligen PE- durch ‎neue ‎‎VPE- Mittelspannungskabel aus. 124 Kilometer des veralteten ‎Kabeltyps sind in ‎Regensburg verlegt. Die Erneuerung begann bereits ‎Ende 2015 und läuft insgesamt über 15 Jahre. Bisher wurden rund ‎vier Millionen ‎Euro in das Austauschprogramm investiert. Gut 25 ‎Kilometer, also etwa 20 Prozent, der veralteten PE-Kabel sind nun ‎bereits ausgetauscht. In Bearbeitung befinden sich derzeit rund ein ‎Drittel der PE-Kabelleitungen. „Neuralgische ‎Punkte ‎wie ‎Gewerbegebiete oder ‎solche, in denen viel Industrie angesiedelt ‎ist, werden zeitlich prioritär behandelt“, so der ‎REWAG-‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. Zwei Erdschlussgebiete im Regensburger ‎Osten sind in den vergangenen zwei Jahren bereits größtenteils „PE-frei“ gemacht worden. ‎Hier sind viele Unternehmen mit ‎sensiblen Produktionsanlagen angesiedelt. Nun folgt ‎der ‎Regensburger Norden. „Die Maßnahmen sind in erster Linie ‎präventiv“, ergänzt Wolfgang ‎Haas, Geschäftsführer der Regensburg ‎Netz GmbH, die als 100-prozentige ‎Tochtergesellschaft der REWAG ‎das Stromnetz betreibt. „Wenn allerdings ein Kabel auffällig wird, ‎wird ‎es sofort ausgetauscht.“ Neben ‎dem Kabelaustausch erfolgt ‎zudem die Erneuerung von ‎Trafostationen an ‎kritischen Netzknoten.‎ ‎Bis zum Jahr 2031 werden 22 Millionen Euro ‎investiert. Die ‎Investitionen beinhalten jedoch nicht ausschließlich den Austausch ‎fehlerhafter ‎Kabel. Mit der Einbindung dezentraler Erzeugungsanlagen ‎und dem Wandel hin zu ‎intelligenten Stromnetzen investiert die ‎REWAG in die Zukunft.‎

Grundsätzlich steht die REWAG beim Thema sichere Energieversorgung hervorragend dar. ‎‎„Insgesamt haben wir eine überdurchschnitt‎lich hohe Versorgungsqualität“, so Olaf Hermes. ‎Und das belegen die ‎Zahlen. Die Bundesnetzagentur in Bonn erfasst die ‎bundesweiten ‎Versorgungsunterbrechungen im Jahr und ermittelt ‎einen Durchschnittswert. „In der ‎Niederspannung, also auf der ‎Leitungsebene, die die privaten Haushalte betrifft, liegen wir mit ‎etwa ‎‎2,17 Minuten Ausfall pro Kunde im Jahr deutlich unter dem ‎Durchschnitt von rund 4 Minuten“, sagt Netz-‎Geschäftsführer ‎Wolfgang Haas. „Im Bereich der Mittelspannung müssen wir ‎allerdings ‎etwas tun.“ ‎

Die Regensburg Netz GmbH betreibt und plant die Netze im gesam‎ten Netzgebiet der ‎REWAG KG. Sie ist damit auch für das 20-Kilovolt-‎‎(kV)-Netz ‎zuständig, über das insbesondere die größeren Kunden ‎direkt mit ‎Strom versorgt werden. Probleme in der Versorgungskette ‎können aber auch in anderen Teilen des europäischen ‎Verbundnetzes auftreten. Daher führen die REWAG und die Regensburg Netz GmbH im Interesse ihrer Kunden einen intensiven Dialog mit ‎den relevanten Netzbetreibern über mögliche Qualitätsverbesserung. ‎Das Thema Versorgungssicherheit ist vielschichtig. Neben diesen ‎Lösungsansätzen und der ‎Modernisierung des Stromnetzes verfolgt ‎die REWAG weitere Maßnahmen, damit sich ‎Kunden ‎aus Gewerbe ‎und Industrie besser vor Spannungseinbrüchen schützen kön‎nen. ‎Diese ‎beruhen vor allem auf beratender, informativer und ‎moderierender Funktion. Den ‎Kunden mit ‎Know-how zu unterstützen, ‎ihm Wege aufzuzeigen, wie er sich und ‎seine ‎Produktionsanlagen ‎selbst gegen Schäden durch ‎Spannungseinbrüche optimieren kann, steht ‎dabei im Fokus. ‎Das ‎Szenario reicht vom Einbau von Batterie-Puffern bis zu anderen ‎hochtechnologisierten ‎Schutzmaßnahmen. Ein von der REWAG ‎initiierter Informationskreis dient ‎dem ‎Erfahrungsaustausch hinsichtlich ‎der verschiedenen technischen Lösungsansätze. ‎Die ‎NetzEntwicklungsOffensiveStrom, kurz NEOS, ist ein ‎Forschungsprojekt, das sich darüber ‎hinaus in Zusammenarbeit mit ‎der REWAG, der Ostbayerischen Technischen Hoch-‎schule ‎‎Regensburg (OTH) und dem vorgelagerten Netzbetreiber Bay‎ernwerk ‎mit dem Thema ‎Spannungsqualität beschäftigt.‎