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Donnerstag, 21.03.2013 12:31

Internationaler Tag des Wassers am 22. März

REWAG lädt Schülerinnen und Schüler ins Wasserwerk am Oberen Wöhrd

Susanne Pohl (zweite von rechts) vom Wasserqualitätsmanagement der REWAG mit Schülern der Gerhardinger-Grundschule.

Warum ist unser Grundwasser gesundes Trinkwasser? Wie kommt es vom Wasserwerk zu mir nach Hause? Warum sollte ich das Wasser aus der Regentonne nicht trinken?
Das und noch viel mehr konnte eine vierte Klasse der Regensburger Gerhardinger-Grundschule lernen. Zum Tag des Wassers am 22. März hat sie das Wasserwerk Oberer Wöhrd besucht. Nach einer Führung durch die Anlage durften die Schülerinnen und Schüler selbst mitgebrachte Wasserproben aus Pfützen, Weihern oder Regentonnen untersuchen. Die kleinen Wissenschaftler haben ihre Proben mit der REWAG-Wasserexpertin Susanne Pohl analysiert. So haben die Jungforscher zum Beispiel den pH-Wert getestet oder die Wasserhärte überprüft.
Das Thema Trinkwasser ist im Lehrplan der vierten Klasse fest verankert. Eine Exkursion zum Wasserwerk Sallern ist dabei für viele ein lehrreicher Bestandteil des Unterrichts. Die REWAG bietet in Sallern das ganze Jahr über Führungen an. Das Wasserwerk Oberer Wöhrd ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zum internationalen Tag des Wassers hat die REWAG für die Schulklasse die Tore geöffnet. 
Das am Oberen Wöhrd geförderte Grundwasser setzt sich im Wesentlichen aus Donauwasser, das in den Uferbereichen filtriert worden ist, und einem Teil Karstwasser, das sich in diesem Teil des Donautales unter dem Donauschotter befindet, zusammen. Das Wasser in der Donau braucht etwa 60 bis 120, Tage bis es durch die verschiedenen Bodenschichten -Humus, lehmiger Sand, Fein- und Grobkies - zu den Brunnen gelangt. Die verschiedenen Schichten dienen dabei als natürlicher Filter.
In Sallern wird Grundwasser dagegen in 60 bis 169 Metern Tiefe aus einer zerklüfteten Karstschicht des Weißjura gewonnen. In dieser befinden sich große Hohlräume, die ein riesiges Grundwasserreservoir enthalten.

Internationaler Tag des Wassers
Die Vereinten Nationen haben den 22. März eines jeden Jahres zum Tag des Wassers erklärt. Seit 1993 soll damit weltweit zum sorgfältigen Umgang mit dem kostbaren Lebensmittel aufgerufen werden. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Wasser und Zusammenarbeit“. Das ist zugleich auch das Motto des ganzen Jahres, denn 2013 ist das internationale Jahr des Wassers. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Zusammenarbeit im Bereich Wasser die Regel und nicht die Ausnahme ist. „Die REWAG pflegt seit 1998 eine Kooperation mit den Landwirten im Wasserschutzgebiet. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unser Trinkwasser sauber und frei von Schadstoffen bleibt. Nur durch enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit kann Trinkwasserschutz heute funktionieren“, erklärte REWAG-Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach den Schülern. 35 Landwirte in den Wasserschutzzonen haben sich dazu verpflichtet, auf bestimmte Spritz- und Düngemittel zu verzichten, die Bodengüte durch regelmäßige Entnahme von Bodenproben zu überprüfen und stehen Innovationen in Sachen Wasserschutz offen gegenüber. Fünf Landwirte haben sogar schon ganz auf Biolandwirtschaft umgestellt.
Darüber hinaus ist die REWAG Mitglied in der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Donaueinzugsgebiet (IAWD). Als Vize-Präsident der IAWD kümmert sich der REWAG-Vorstandsvorsitzende Norbert Breidenbach mit der Arbeitsgemeinschaft um die Verbesserung und Sicherung der Wasserqualität in der Donau und ihrer Nebenflüsse. Sie ist eine unabhängige Fachorganisation, die grenzüberschreitend arbeitet, die Interessen aller Trinkwasserversorgungen im Donaueinzugsgebiet wahrnimmt und ausschließlich gemeinnützigen und wissenschaftlichen Zielen dient.

Daten und Fakten zum Wasserwerk Oberer Wöhrd
In der Nachkriegszeit wuchs die Bevölkerung in Regensburg von etwa 100.000 auf rund 140.000 Einwohner, entsprechend stieg auch der Bedarf an Trinkwasser. Den konnten die Sallerner Quellen alleine nicht mehr decken. Und so wurde die Donauinsel am Oberen Wöhrd als zusätzliches Wassergewinnungsgebiet erschlossen. Die Anlage ging 1948 in Betrieb. Damals mit neun Flachbrunnen. Das sind Vertikalbrunnen, bei denen Grundwasser aus geringer Tiefe entnommen wird. Heute sind noch vier dieser Flachbrunnen in Betrieb. Zusätzlich wird Wasser über einen Horizontalfilterbrunnen gefördert. Bei diesem Brunnentyp führen mehrere horizontal verlaufende Rohre zu einem vertikalen Sammelschacht, durch den das Wasser entnommen wird. 300 Liter pro Sekunde darf die REWAG aus den Brunnen am Oberen Wöhrd insgesamt entnehmen. Etwa 20 Prozent des Regensburger Trinkwassers kommen vom Oberen Wöhrd. 80 Prozent aus Sallern.

Das REWAG-Trinkwasser 
Die REWAG versorgt rund 170.000 Menschen mit gut zehn Millionen Kubikmetern Trinkwasser pro Jahr. Die REWAG-Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr darum, dass Trinkwasser frisch, sauber und ständig zur Verfügung steht. 3.400 Kontrollen jährlich im REWAG-eigenen Labor und in Fremdlabors garantieren ein stets gesundes und hygienisch einwandfreies Produkt.
Das REWAG-Trinkwasser ist hartes Wasser. Konkret hat es einen Wert von 17 Grad deutscher Härte (17°dH) und fällt damit knapp in den Härtebereich „hart“. Für den Menschen ist das gut. Denn die Bestandteile von Kalk im Wasser – Calcium, 90 Milligramm pro Liter (mg/l), und Magnesium, 19 mg/l – sind für den Konsumenten lebenswichtige Mineralstoffe. Sie dienen zum Beispiel dem Aufbau von Knochen und Zähnen und sind für den Energiestoffwechsel unerlässlich. Bei der Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln gilt: Das Wasser der REWAG befindet sich im unteren Bereich der Härteskala für „hart“. Für normal bis leicht verschmutzte Wäsche wird eine Waschmitteldosierung zwischen dem Härtebereich „mittel“ und „hart“ empfohlen. So helfen Verbraucher, die Umwelt zu schützen und sparen zugleich Geld. Haushaltsgeräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Spülmaschinen sollten jedoch regelmäßig entkalkt werden. Mehr Infos zum Trinkwasser und viele Tipps zum Wassersparen gibt es auf www.rewag.de.

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