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Martin Gottschalk
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Dienstag, 19.01.2016 12:16

Energieeffiziente Strom- und Wärmeversorgung für die ‎SGB Starkstrom-Gerätebau ‎GmbH in Burgweinting

V.l.n.r.: Sebastian Busl, Operational Excellence Netztransformatoren SGB, Alexander Diem, SGB-Gebäudemanagement/Projektleiter BHKW, Dr. Michael Amon, CEO Starkstrom – Gerätebau, Olaf Hermes, Vorstandsvorsitzender der REWAG, REWAG-Prokurist Karl-Wolfgang Brunner, REWAG-Projektleiter Andreas Krüger, Andreas Fundeis, Leiter Logistik Gießharztransformatoren SGB, Michael Bruckner, REWAG-Projektleiter und Eugen Ehrl, Leiter Fertigung Netztransformatoren von der SGB.

Die REWAG und der Trafohersteller gaben den Startschuss für ‎die Errichtung eines Blockheizkraftwerks ‎‎(BHKW) ‎der REWAG ‎auf dem Gelände der SGB Starkstrom-Gerätebau GmbH‎, das ‎‎besonders effizient Strom und Wärme erzeugt.

Einer der zentralen Punkte der Strategie der REWAG ist der Ausbau ‎der Energie-‎Eigenerzeugung aus regenerativen und energieeffizienten ‎Anlagen. Einen Schwerpunkt bildet ‎dabei, neben der Windenergie, die ‎dezentrale Wärmeerzeugung mit Blockheizkraftwerken ‎‎(BHKWs), in ‎denen Strom und Wärme äußerst effizient erzeugt werden. „Die ‎dezentrale ‎Erzeugung ist entscheidend für die REWAG, um die ‎Strom-Eigenerzeugung in Regensburg ‎und der Region ‎voranzubringen und die Energiewende vor Ort umzusetzen. Dafür ‎setzen wir auf starke Partner, wie die SGB“, so der REWAG-‎‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes, der am Montag, den 18. Januar ‎‎2016, zusammen ‎mit Dr. Michael Amon, CEO der ‎Starkstrom-‎Gerätebau GmbH Regensburg, den Startschuss für ein ‎Blockheizkraftwerk ‎gab. Das ‎BHKW geht im Sommer 2016 in Betrieb ‎und wird von der REWAG betreut. Insgesamt investieren die beiden ‎Unternehmen rund vier Millionen Euro in das Projekt.‎

Ein Blockheizkraftwerk arbeitet ähnlich wie ein Automotor. Es erzeugt ‎gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch sind eine hohe ‎Energieeffizienz und eine CO2-Reduktion gegeben. Das BHKW auf ‎dem Geländer der ‎SGB wird eine elektrische Leistung von rund 1,2 ‎Megawatt und etwa 1,2 Megawatt Wärme haben. Es soll ‎rund neun ‎Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht in ‎etwa der Menge von ‎eineinhalb großen Windrädern. Etwa 80 Prozent ‎des erzeugten Stroms nutzt die SGB, der ‎Überschuss wird in das ‎REWAG-Netz eingespeist. Wie bei allen dezentralen ‎‎Erzeugungsanlagen wird die Energie dort erzeugt, wo sie gebraucht ‎wird. Das bedeutet kurze ‎Wege die insbesondere bei der Wärme von ‎Vorteil sind, weil sie weniger Leitungsverluste mit ‎sich bringen.
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Die SGB ist ein Teil der SGB-SMIT Gruppe, die ein führender ‎‎internationaler Anbieter der Starkstromtechnik mit Standorten in ‎‎Deutschland, Europa, Asien und USA ist. Mit insgesamt rund 1.600 ‎‎Mitarbeitern werden Ölverteil-, Gießharz- und ‎‎Leistungstransformatoren, Großtransformatoren, Sondergeräte und ‎‎Compactstationen entwickeln und gefertigt. Das Werk am Standort ‎‎‎Regensburg baut Netztransformatoren von 5 Megavoltampere bis zu ‎‎150 Megavoltampere ‎und Gießharztransformatoren von 50 ‎Kilovoltampere bis zu 25 Megavoltampere. ‎Die REWAG plant und ‎errichtet eine ‎Heizzentrale zur Erzeugung von Strom und Wärme aus ‎einem Kraft-Wärme-Kopplungsprozess. Kernstück der Heizzentrale ist ‎ein gasmotorisches Blockheizkraftwerk mit ‎einem Spitzenlastkessel. ‎Ein sogenannter Abgaswärmetauscher und ein Thermalölkessel ‎decken den Wärmebedarf der ‎Produktionseinheiten. Eine ‎Absorptionskältemaschine trägt zu einer ganzjährigen Ausnutzung der ‎produzierten ‎Wärme des geplanten BHKWs bei. Mit der ‎Absorptionskälteanlage wird – ähnlich wie ‎bei einem Kühlschrank – ‎mittels Wärme auch Kälte erzeugt, die die SGB für ihren ‎‎Produktionsprozess benötigt.

‎„Wir freuen uns, dass wir mit der Entscheidung ein BHWK am ‎‎Standort zu installieren einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der ‎‎Wirtschaftlichkeit unseres Standortes leisten. Unsere Produkte tragen ‎‎mit einem Wirkungsgrad deutlich höher als 95 Prozent bedeutsam ‎zum ‎Klimaschutz bei. Intern hat die SGB bislang konventionelle ‎Technik ‎angewandt und setzt nun für die Produktion der ‎hocheffizienten ‎Transformatoren auf eine Energieversorgung, die mit ‎einem ‎Wirkungsgrad von mehr als 80 Prozent hoch wirtschaftlich ist, ‎und trägt damit zum ‎Umwelt- und Klimaschutz in der Region bei. SGB ‎leistet damit ‎einen Beitrag zum umweltfreundlichen Image der ‎Region“, so Dr. ‎Michael Amon, CEO der Starkstrom-Gerätebau ‎‎GmbH Regensburg. ‎Mit der Anlage kann eine jährliche CO2-‎Einsparung von 4.446 Tonnen ‎erzielt werden.‎ Der REWAG-‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes ergänzt: „Für unsere Kunden aus ‎der Industrie und aus dem Mittelstand sind Energie-Autarkie, also die ‎Unabhängigkeit von Energielieferungen und Nachhaltigkeit immer ‎relevantere Faktoren ihres Produktions- und Energiemanagements. ‎Hinzu kommt die Einsparung bei den Energiekosten. Wir verstehen ‎uns als Energie-Dienstleister und können mit unserem Know-how ‎maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“‎

Die REWAG legt ihren Fokus seit Anfang 2014 verstärkt auf den ‎Ausbau erneuerbarer und energieeffizienter Erzeugungsanlagen. ‎‎„Wenn alle Anlagen 2016 ‎voll einspeisen, wird der Anteil an ‎regenerativer Eigenerzeugung bezogen auf Privathaushalte ‎bei rund ‎‎43 Prozent liegen, der gesamte Anteil an eigenerzeugter Energie, also ‎inklusive ‎konventioneller Erzeugung (zum Beispiel durch ‎erdgasbetriebene BHKWs), bei über 50 Prozent.“ ‎Bis 2020 sollen ‎mindestens 50 Prozent mit eigenerzeugter regenerativer Energie ‎versorgt ‎werden, der Anteil der Eigenerzeugung insgesamt über 80 ‎Prozent betragen. „Der ‎Schwerpunkt liegt nach wie vor beim Ausbau ‎der regenerativen, zentralen Anlagen und im Bereich der ‎dezentralen ‎Erzeugung beim Ausbau der Blockheizkraftwerke. Im Stadtgebiet und ‎im Landkreis Regensburg ‎betreiben wir bereits 26 solcher Anlagen“, ‎berichtet Olaf Hermes. ‎