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Martin Gottschalk
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Freitag, 19.02.2016 10:39

Heute schon an Morgen denken

REWAG investiert in Versorgungssicherheit beim Trinkwasser

Als Trinkwasserversorger für rund 170.000 Menschen in Regensburg, den Lappersdorfer Ortsteilen Kareth und Rehtal, Donaustauf, Tegernheim und Zeitlarn, trägt die REWAG eine große Verantwortung. Dieser Verantwortung will die REWAG auch in Zukunft gerecht werden und weiterhin eine sichere und uneingeschränkte Trinkwasserversorgung gewährleisten. Katastrophenszenarien wie ein sogenanntes Jahrtausend-Hochwasser, kurz „HQ extrem“, haben die REWAG bereits 2015 veranlasst ein umfangreiches Maßnahmenpaket zu schnüren. Darüber haben REWAG-Vorstandsvorsitzender Olaf Hermes und Peter Ach, zuständig für den Betrieb Wasser, am Freitag bei einer Pressekonferenz informiert.

Infolge des Klimawandels kommt es zu Veränderungen in der Niederschlagsverteilung. Immer häufiger gibt es Extremwetterlagen mit Starkregen, die das Risiko von Hochwasser erhöhen. Daher wurde ein neue und höhere Hochwassermarke „HQ extrem“ berechnet, für die alle Wasseranlagen zu schützen sind. Die Schutzmaßnahmen in den Wasserwerken der REWAG in Sallern und am Oberen Wöhrd sind für den HQ 100-Wert ausgelegt, also passend für ein Hochwasser wie es durchschnittlich alle hundert Jahre auftritt. Für den Fall eines „HQ extrem“ muss nun aufgerüstet werden. „Das bedeutet einen hohen finanziellen und logistischen Aufwand für die REWAG als Wasserversorger, um auch in Zukunft bei Hochwasser die Trinkwasserversorgung aufrecht erhalten zu können“, erklärte Hermes.

Der Maßnahmenkatalog
„Wir werden den Hochwasserschutz bei unseren bestehenden Gewinnungsgebieten Sallern und Oberer Wöhrd ausbauen, unsere Kooperation mit anderen Wasserversorgern in der Region erweitern  und neue Wassergewinnungsgebiete in der Region erschließen“, fasste der REWAG-Vorstandsvorsitzende den Maßnahmenkatalog zusammen.
Aktuell werden die Möglichkeiten des Hochwasserschutzes wirtschaftlich und technisch geprüft. Zur Auswahl stehen zwei Konzepte. Zum einen könnte ein weiträumiger Schutzwall errichtet werden. Zum anderen könnten an den Gebäuden selbst Schutzwände zum Einsatz kommen.
Es bestehen bereits Netzverbünde der REWAG mit unmittelbar angrenzenden Wasserversorgen. Im Fall eines Engpasses bei der Wasserversorgung können sich die Mitglieder des Verbundes gegenseitig mit Trinkwasser versorgen. Hier wird untersucht, ob die Leistung erhöht werden kann. Des Weiteren soll die Vereinbarung gegebenenfalls über den Landkreis hinaus ausgedehnt werden. Dabei ist der Bau von Fernwasserleitungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich soll dieses Netzwerk noch stärker werden mit dem Ziel, ein gestärktes Versorgungssystem ohne Einschränkung für den Einzelnen zu schaffen.
„Natürlich sind wir weiterhin auf der Suche nach neuen Wassergewinnungsgebieten“, ergänzt Hermes. „Aktuell arbeiten wir an einer Wasserbilanz für den Raum Burglengenfeld bis Matting. Auch im Raum Laub laufen umfassende Studien“, so der REWAG-Vorstandsvorsitzende weiter.
Weiterhin wird die REWAG ihren Hochbehälter Ziegetsberg sanieren und den Hochbehälter Mühlberg sanieren und durch einen Neubau erweitern. Dazu kommen Investitionen in die Erweiterung des Leitungsnetzes sowie in die Wasseraufbereitung zum Erhalt der hohen Trinkwasserqualität.

Fazit
„Mit den bereits eingeleiteten Schutzmaßnahmen in den bestehenden Gewinnungsgebieten werden künftig auch Extremsituationen wie ein „HQ extrem“ beherrschbar“, erklärte Olaf Hermes. „Wir wollen unser Pläne zügig umsetzen, sind dabei allerdings ganz maßgeblich vom Umfeld, also Behörden und Kooperationspartnern, abhängig. Wir brauchen dabei sicher Beharrlichkeit und einen langen Atem“, so Hermes. Insgesamt wird die REWAG geschätzte 2,7 Millionen Euro allein in den Hochwasserschutz investieren. Dazu kommen Investitionen zur Sicherung der Trinkwasserqualität von bis zu 7,6 Millionen Euro.

Bestehende Situation
Aktuell versorgt die REWAG mit den Wassergewinnungsanlagen Sallern und Oberer Wöhrd rund 170.000 Kunden auf einer Fläche von etwa 120 Quadratkilometern mit durchschnittlich 28.000 Kubikmetern Trinkwasser pro Tag. Dabei stammen 80 Prozent der Trinkwassers aus Sallern, 20 Prozent kommen von der Anlage am Oberen Wöhrd. Zwölf Hochbehälter mit einem Speichervolumen von 36.700 Kubikmetern sorgen dafür, dass Tag und Nacht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Auch einem Jahrhunderthochwasser halten die Wassergewinnungsanlagen der REWAG stand. Die aktuelle Studie „Wasserversorgungsbilanz Oberpfalz“, bescheinigt der REWAG eine hohe Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit im Normalbetrieb. Bei Gefahren wie durch ein „HQ extrem“ entspricht das Ergebnis der Studie der Einschätzung der REWAG.

Das REWAG-Trinkwasser 
Die REWAG garantiert, dass das Trinkwasser bis zum Wasserzähler chemisch und bakteriologisch einwandfrei ist. Tests im REWAG-eigenen Labor und in Fremdlabors, die über die Anforderungen der aktuellen Trinkwasserverordnung hinausgehen, stellen sicher, dass mit dem REWAG-Trinkwasser  immer ein gesundes und sicheres Lebensmittel zur Verfügung steht. Das REWAG-Trinkwasser ist hartes Wasser. Konkret hat es einen Wert von 17 Grad deutscher Härte (17°dH) und fällt damit knapp in den Härtebereich „hart“.  Für den Menschen ist das gut. Denn die Bestandteile von Kalk im Wasser – Calcium, 90 Milligramm pro Liter (mg/l), und Magnesium, 19 mg/l – sind für den Konsumenten lebenswichtige Mineralstoffe. Sie dienen zum Beispiel dem Aufbau von Knochen und Zähnen und sind für den Energiestoffwechsel unerlässlich. Mehr Infos zum Trinkwasser und viele Tipps zum Wassersparen gibt es unter www.rewag.de/privatkunden/trinkwasser.