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Martin Gottschalk
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Dienstag, 02.08.2016 10:53

Innovative Strom- und Wärmeversorgung für das ‎Universitätsklinikum Regensburg

Die REWAG errichtet ein Blockheiz‎kraftwerk (BHKW) auf dem Gelände des ‎Universitätsklinikums Regensburg (UKR), das die Einrichtung ‎besonders effizient mit Strom ‎und Wärme versorgt.‎ ‎Zudem nahmen der Energieversorger und ‎das Klinikum zwei neue Elektroladesäulen auf dem Parkplatz des ‎UKR in ‎Betrieb.

V.l.n.r.: Christian Astner, Energiebeauftragter des UKR; Michael Bruckner, Projektleiter REWAG; ‎Klaus Fischer, Kaufmännischer Direktor; Andreas Krüger, Fachbereichsleiter REWAG; Olaf ‎Hermes, REWAG-Vorstandsvorsitzender; Nikolaus Ferstl, ‎Abteilungsleiter der Technischen ‎Zentrale des UKR und Karl-Wolfgang Brunner, REWAG-Bereichsleiter Vertrieb, Handel, ‎Erzeugung.‎

‎Energie effizient vor Ort erzeugen, dort wo sie gebraucht wird. Möglich ‎wird dies durch ‎dezentrale Erzeugungsanlagen wie ‎Blockheizkraftwerke. Am Dienstag, den 2. August 2016, ‎gaben der ‎REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes und der Kaufmännische ‎Direktor des ‎Universitätsklinikums Regensburg, Klaus Fischer, den ‎Startschuss für den Bau eines ‎BHKWs auf dem Gelände des UKR, ‎dessen Strom- und Wärmemenge zu 100 Prozent vom Klinikum ‎verbraucht wird. Die Anlage befindet sich seit September letzten ‎Jahres in der Planung und soll im ‎Dezember 2016 in Betrieb ‎genommen werden. Insgesamt investieren die REWAG und das ‎UKR ‎rund 1,3 Millionen Euro in das Projekt.‎

Das BHKW wird eine elektrische Leistung von rund 900 Kilowatt und ‎etwa 900 Kilowatt ‎Wärme haben. Insgesamt werden eine jährliche ‎Strommenge von circa 6 Millionen ‎Kilowattstunden (kWh) und eine ‎jährliche Wärmemenge von ebenfalls rund 6 Millionen kWh ‎erzeugt. ‎Die Strommenge entspricht dabei in etwa der, die ein ‎großes Windrad ‎produziert. Dadurch können bei einem Wärmeverbrauch von circa 18 ‎Millionen kWh und einem Stromverbrauch von 26 Millionen kWH pro ‎Jahr 33 beziehungsweise 23 Prozent des Gesamt-Wärme- und ‎Gesamt-Stromverbrauchs des UKR alleine durch das neue ‎Blockheizkraftwerk getragen werden. „BHKWs, auch wenn sie mit ‎Erdgas befeuert werden, stehen vom Nachhaltigkeitsaspekt her ‎‎gesehen mit der rein regenerativen Energieerzeugung auf gleicher ‎Ebene. Im Vergleich zur ‎bisherigen Anlage bringt das neue ‎BHKW ‎eine CO2-Einsparung von etwa 3.300 Tonnen pro ‎Jahr“, so der RE‎WAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. ‎

Klaus Fischer vom UKR ergänzt: „Wir haben bei der Auswahl des ‎Energiekonzepts verstärkt ‎auf das Thema Nachhaltigkeit und Effizienz ‎geachtet. Das ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch ‎unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber. Es freut uns, wenn wir ‎hier einen wichtigen Beitrag leisten können.“ ‎

Dezentrale Erzeugung beschreibt die energieeffiziente Wärme- und ‎Stromproduktion aus ‎Blockheizkraftwerken. Diese Anlagen arbeiten ‎nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, ‎das heißt: Sie ‎produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird der ‎eingesetzte ‎Brennstoff sehr viel effizienter genutzt als bei der ‎getrennten Produktion und es entstehen ‎vergleichsweise weniger ‎klimaschädliche CO2- Emissionen. Grundlage ist meist ein Motor, ‎der ‎einen Generator antreibt und damit Strom erzeugt. Die Abwärme wird ‎zum Heizen ‎genutzt. Betrieben mit Bioerdgas sorgen BHKWs über ‎Fernwärmenetze für eine CO2-neutrale ‎Wärmeversorgung und ‎regenerativen Strom in Wohnquartieren und Betriebsstätten von ‎‎Firmen. Die REWAG betreibt bereits 26 solcher Anlagen in ‎Regensburg und der Region. ‎Derzeit sind vier weitere Projekte in ‎Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und der ‎‎Immobilienbranche im Bau beziehungsweise in der Planung.‎

Die REWAG hat in den vergangenen Jahren verstärkt in den Ausbau ‎der Energie-‎Eigenerzeugung investiert. „Wir investieren bis 2020 über ‎‎100 Millionen Euro ‎und erreichen so ‎einen Anteil von über 60 Prozent ‎erneuerbarer Energien in unserem Strommix ‎für ‎Privatkunden“, so der ‎Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. Die dezentrale Strom- und ‎‎Wärmeerzeugung ‎mit ‎Blockheizkraftwerken bildet – neben der Windkraft – den Schwerpunkt ‎der REWAG-Erzeugungsstrategie. Das Ziel ‎ist, die einzelnen Kraftwerke zu einer großen ‎Einheit, einem ‎sogenannten virtuellen Kraftwerk, zu vernetzen.‎


Zwei neue REWAG-Elektroladesäulen für das UKR

Der REWAG-Vorstandsvorsitzende und der Kaufmännische Direktor ‎des ‎Universitätsklinikums Regensburg Klaus Fischer nahmen heute ‎außerdem ‎zwei neue Elektroladesäulen des Energiedienstleisters in ‎Betrieb, die sich auf dem Parkplatz ‎des UKR befinden.‎ Die Ladesäulen sind für Patienten, Besucher und UKR-Mitarbeiter 24 Stunden ‎‎zugänglich und stellen einen wichtigen Schritt hin zu einer größeren ‎Verbreitung umweltfreundlicher E-Autos dar. ‎

Seit 2015 baut die REWAG eine Infrastruktur auf, über die Elektrofahr-‎zeuge durch ein ‎dichtes ‎‎Netz von Ladesäulen mit 100 Prozent ‎Ökostrom versorgt werden können. Bisher wurden ‎‎28 ‎‎‎Elektroladesäulen in Regensburg ‎und der Region errichtet. Mit den ‎beiden Stationen am UKR sind es ‎nun 30 Stück. Weitere folgen. Die ‎REWAG plant, ‎bis Ende des Jahres 8 weitere ‎‎Elektroladesäulen in ‎‎Stadt ‎und Landkreis zu errichten. Aus ihnen ‎fließt ausschließlich ‎‎Naturstrom, um eine ‎CO2-neutrale ‎Mobilität ‎zu garantieren.‎ Der ‎‎Energieversorger sieht ‎darin ‎einen wichtigen Beitrag zur ‎Energiewende. ‎Mit der Bereitstellung ‎der ‎Ladesäulen-Infrastruktur ‎will ‎er das ‚Henne-Ei-Prinzip‘ auflösen, die Akzeptanz der E-‎Mobilität ‎‎erhöhen und den ‎‎Bürgern in Regensburg und der Region konkrete ‎Anreize für ‎die ‎Elektromobilität ‎bieten.‎ ‎