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Sonntag, 25.09.2016 18:11

Kunstpreis 2017 in der Sparte "Wandkunst (Mural Art)"

Die Regensburger Kulturstiftung der REWAG setzt die Reihe der Kunstpreise zeitgenössisch fort: Wandkunst als wesentlicher Ausdruck der Gesellschaft

Die Regensburger Kulturstiftung der REWAG lobt wieder einen Kunstpreis aus. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung richtet sich dieses Mal an Kreative, die in der Region Kunst an Außenwänden umsetzen. Dabei, so der Kuratoriums- und der Stiftungsvorstand bei der öffentlichen Präsentation am Montagnachmittag, sei von Papiercollagen über Filmprojektionen bis hin zu Graffiti alles möglich. Entscheidend sei eine möglichst qualitätsvolle Ausstrahlung von „Wandkunst (Mural Art)“ in den öffentlichen Raum. Das Ziel sei es, die Öffentlichkeit noch mehr als bisher mit dieser Kunstrichtung bekannt zu machen und mit der Gesellschaft zu diskutieren. Bewerber müssen die Werke in der Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017 in der Stadt oder im Landkreis Regensburg schaffen und dokumentieren. Eine vierköpfige Jury wird den Preisträger bestimmen. Dieser darf sich zudem freuen, als Artist in Residence ein Werk in der Hafengalerie Linz (Österreich) umzusetzen. Die offizielle Preisverleihung wird im Rahmen der 20-Jahr-Feier der Stiftung Ende 2017 im ehemaligen Reinigergebäude der REWAG erfolgen.

Kreativer Wettbewerb soll zur Diskussion anregen
„Der Kunstpreis 2017 geht noch viel mehr als bisher an und in die Öffentlichkeit. Er soll ganz bewusst zur Diskussion anregen und neue Sichtweisen ermöglichen“, sagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Als langjähriges weiteres Vorstandsmitglied und als Vorsitzender des Kuratoriums habe er bisher jeden Kunstpreis intensiv begleitet. Er sei davon überzeugt, dass der Stadt und der Region so ein Preis überaus gut tue. Schließlich rege er die Kreativen zu einem Wettbewerb an, von dem alle Bürgerinnen und Bürger profitieren können – wenn sie sich darauf einließen. Insofern böte die Regensburger Kulturstiftung der REWAG wie nie zuvor in der Geschichte des Kunstpreises einen Ausgangspunkt für öffentliche Diskurse.
REWAG-Vorstandsvorsitzender Olaf Hermes, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums, ergänzte: „Die Stiftung, die unseren Namen trägt, regt bereits mit den regelmäßigen Förderungen für Kunst, Kultur, Denkmalschutz und Heimatgedanken an. Sie öffnen Türen, um weitere Unterstützer zu gewinnen. Davon profitieren alle, die hier in der Region leben.“ So solle es auch mit diesem Kunstpreis sein.
Ausschließlich legal durch Volljährige entstandene Werke werden bei der Bewerbung berücksichtigt, stellte der Vorstandsvorsitzende der Kulturstiftung heraus. Marcus Spangenberg kuratierte 1999 die erste Ausstellung mit Graffiti-Werken in Regensburg und kennt die damit verbundenen und berechtigten Diskussionen. Der Kunstpreis dürfe keineswegs als Vorwand dienen, Eigentumsfragen außen vor zu lassen und Schmierereien zu rechtfertigen. „Was wir wollen und suchen, sind die besten Werke im öffentlichen Raum. Das hat Regensburg verdient“, so Spangenberg. Daher freue er sich, einige namhafte Partner gewonnen zu haben, die grundsätzlich Wände zur Verfügung stellen. Neben der REWAG sind dies die AOK Bayern/Direktion Regensburg, die Sparkasse Regensburg und das Donau-Einkaufszentrum. Jedes Unternehmen und jede Privatperson ist dazu eingeladen, sich dieser Partner anzuschließen.

Überregionale Jury mit einem "Bonus"für den Preisträger
Ebenso konnten überregional tätige Juroren vom Kunstpreis und den erwarteten Einreichungen überzeugt werden. Die bildende Künstlerin Annegret Hoch aus München stellt sich der schwierigen Aufgabe der Auswahl ebenso, wie die zukünftige Direktorin des Berliner Street-Art-Museums Yasha Young, der Nürnberger Writer Hombre (Pablo Fontagnier) und Leonhard Gruber. Letzterer, Begründer der Hafengalerie in Linz an der Donau, erweitert die Dotierung zudem um einen für Wandkünstler besonderen Anreiz: Der Preisträger des Kunstpreises „Wandkunst (Mural Art)“ darf als Artist in Residence ein Werk in der Hafengalerie verwirklichen.
Die Verantwortlichen der Regensburger Kulturstiftung der REWAG freuen sich auf die kommenden Monate und zahlreiche Werke. Diese müssen zwischen dem 1. Oktober dieses Jahres und dem 30. Juni 2017 entstehen. Weitere Informationen und die Details zum Bewerbungsverfahren (Ausschreibungstext) gibt es hier.

Der Kunstpreis „Wandkunst (Mural Art)“ in Stichworten
(entscheidend ist der offizielle Ausschreibungstext)
• Der Kunstpreis 2017 wird für die Sparte Wandkunst (Mural Art) ausgeschrieben.
• Bewerber müssen ihre Arbeiten legal schaffen, volljährig sein und ihren Wohnsitz oder ihre regelmäßige Arbeitsstätte in der Stadt Regensburg oder im Landkreis Regensburg (räumlicher Wirkungskreis der Stiftung) haben.
• Bewerbungen können in digitaler Form (Dokumentation des Werkes) bis
15. Juli 2017 (Ausschlussfrist) eingereicht werden.
• Der Kunstpreis Wandkunst zeichnet das Werk aus, das im öffentlichen Raum die beste künstlerische Qualität besitzt und es schafft, mit der Umgebung sinnfällig zu korrespondieren bzw. auf die jeweilige räumliche Situation zu reagieren.
• Die Art und Weise der Gestaltung und der verwendeten Materialien ist grundsätzlich frei.
• Dabei kann es sich um Graffiti, also auf Wände aufgetragene Farbe, Collagen, bspw. aus Papier, und – das ist besonders wichtig – um ephemere Lichtprojektionen handeln.
• Mit allem, was sich künstlerisch auf einer Wand „abspielt“ und von der Öffentlichkeit wahrzunehmen ist, können sich Kreative bewerben.
• Die Regensburger Kulturstiftung wird mit diesem Kunstpreis dieser absolut zeitgenössischen Kunstrichtung einen weiteren Weg zur Akzeptanz in der Öffentlichkeit ermöglichen.


Die Mitglieder der Jury
• Leonhard Gruber, Jahrgang 1975, Begründer der Hafengalerie in Linz an der Donau, lebt in Ried im Innkreis, Österreich
www.muralharbor.at
• Annegret Hoch, Jahrgang 1969, lebt als bildende Künstlerin in München
www.annegret-hoch.de
• Hombre (Pablo Fontagnier), Jahrgang 1981, Graffiti-Künstler, lebt in Nürnberg.
https://www.facebook.com/hombreSUK
• Yasha Young, geboren 1972, deutsch-amerikanische Kuratorin und Galeristin. Sie leitet das Urban-Art-Projekt Urban Nation in Berlin und ist designierte Direktorin des Berliner Street-Art-Museums. www.urban-nation.com

Der Kunstpreis der Regensburger Kulturstiftung der REWAG
Neben der Förderung einzelner Kulturschaffender und ihrer Projekte lobt die Regensburger Kulturstiftung der REWAG seit 2008 in der Regel alle zwei Jahre einen besonderen, mit 5.000 Euro dotierten Preis für herausragende kulturelle Leistungen in einer ausgewählten Sparte aus. Die bisherigen Sparten und Preisträger sind 2008 Bildende Kunst (Notburga Karl und Stefan Göler), 2010 Musik/Komposition (Leopold Hurt; Sonderpreis in Höhe von 500 Euro an Alexander M. Wagner), 2012 Literatur (Barbara Krohn) und 2014 Tanz/Choreographie (Alexandra Karabelas).


Über die Regensburger Kulturstiftung der REWAG
Am 17. Dezember 1997 wurde im Großen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz den Repräsentanten der REWAG die Genehmigungsurkunde für ihre mit einem Startkapital von einer Million Mark ausgestattete Stiftung überreicht. Durch eine Entscheidung des Bayerischen Finanzministeriums wurde das Stiftungsvermögen mit einer weiteren Million Mark aus dem sogenannten „Emmeram-Nachlass“ verdoppelt und dadurch die Möglichkeiten der Stiftung erheblich verbessert. Mit einem Zuschuss der Sparkasse sowie eigenen Rücklagen beläuft sich das Grundstockvermögen zurzeit auf über 1,2 Millionen Euro. Die Erträge daraus fließen in Förderprojekte der Kunst und Kultur, des Denkmalschutzes und des Heimatgedankens.


Alle Mitglieder von Kuratorium und Vorstand
Das Kuratorium der Stiftung:
Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Regensburg (Vorsitzender)
REWAG-Vorstandsvorsitzender Olaf Hermes (stv. Vorsitzender)
REWAG-Vorstandsmitglied Frank Oneseit
Landrätin Tanja Schweiger
Präsident des Oberlandesgerichts München Peter Küspert
Vorsitzender des Vorstandes der Bayernwerk AG Reimund Gotzel
Präsident des Oberpfälzer Kulturbundes Dr. Wilhelm Weidinger
Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Ludwig Bäuml
Udo Gerhard Klotz, Vorsitzender des Berufsverbandes Ostbayerischer Tonkünstler e.V.
Der Stiftungsvorstand:
Marcus Spangenberg M.A. (Vorsitzender)
Raphaela Herzog (weiteres Vorstandsmitglied)