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Mittwoch, 07.09.2016 14:39

REWAG investiert in Trinkwasserversorgung

‎Neubau und Sanierung des Hochbehälters „Am ‎‎Mühlberg“‎

Setzten den Spatenstich: REWAG Aufsichtsratsvorsitzender OB Joachim Wolbergs (vierter v.l.); Olaf Hermes, REWAG-Vorstandsvorsitzender (dritter v.l.) und Klaus Wagner, Geschäftsführer der Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH (dritter v.r.).

Rund 2,7 Millionen Euro investiert ‎die REWAG in die Sanierung und den Ausbau ‎des Trinkwasser-‎Hochbehälters „Am Mühlberg“ in Sallern. Der REWAG ‎‎Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und ‎der ‎REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes, stellten das Projekt ‎am Mittwoch, ‎den 7. September 2016, beim offiziellen Spatenstich ‎vor. „Wir investieren bis 2020 insgesamt bis zu 20 Millionen Euro, um ‎die ‎Trinkwasserqualität und die sichere Trinkwasserversorgung auch ‎zukünftig ‎gewährleisten zu können“, so Hermes. Neben Maßnahmen ‎zum ‎Hochwasserschutz und der Erneuerung und Verstärkung des ‎Leitungsnetzes ‎spielt dabei auch die Instandhaltung der ‎Trinkwasserspeicher eine große Rolle. ‎Der Hochbehälter „Am Mühl-‎berg“ versorgt mit einer Speicherkapazität von ‎‎1.000 Kubikmetern ‎Trinkwasser täglich rund 12.000 Personen. „Tatsächlich aber ‎liegt der ‎Tagesverbrauch hier bei 2.500 Kubikmetern. Diese Menge müssen wir ‎‎laut aktueller Anforderungen des Deutschen Vereins des Gas- und ‎‎Wasserfaches (DVGW) auch speichern können. Deshalb stocken wir ‎auf“, ‎erklärte der REWAG-Vorstandsvorsitzende. Mit der Sanierung ‎der bestehenden 1.000-Kubikmeter-Wasserkammer und dem ‎Neubau einer 2.000-Kubikmeter-Wasserkammer liegt die REWAG ‎dann über der empfohlenen Größe, um den Anforderungen der ‎wachsenden Stadt Regensburg zu entsprechen. Auch der REWAG-‎‎Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, sieht ‎in der ‎Investition eine Notwendigkeit: „Die Sicherstellung einer ‎zuverlässigen und ‎zukunftsfähigen Infrastruktur für die ‎Versorgungssicherheit mit Trinkwasser hat ‎oberste Priorität.“ ‎

Der Hochbehälter „Am Mühlberg“ wurde 1955 erbaut. Bis dato ‎besteht er – im ‎Gegensatz zu den anderen elf Hochbehältern im ‎Versorgungsgebiet der ‎REWAG – nur aus einer Kammer. Deshalb ist ‎die jährliche Reinigung mit ‎großem Aufwand verbunden. Während bei ‎den übrigen Hochbehältern eine ‎Kammer bei den Reinigungsarbeiten ‎vom Netz genommen werden kann, muss ‎bei diesem System der ‎Hochbehälter komplett vom Netz.‎

Der Neubau

Zunächst wird die REWAG, ab August 2016, eine zweite Wasserkam-‎mer mit ‎einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern, bei einer ‎Länge von 30 ‎Metern, einer Breite von 20 Metern und einer Höhe von ‎‎3,50 Metern errichten. ‎Die Kammer ist aus Stahlbeton ohne ‎zusätzliche Beschichtung. Der ‎Neubau wird direkt an den ‎bestehenden Hochbehälter angrenzen und über ein ‎‎Verbindungsbauwerk und darin befindlichen Rohrleitungen ‎miteinander ‎verbunden. Als Bauzeit ist rund ein Jahr veranschlagt.‎

Die Sanierung

Nach der Inbetriebnahme des Neubaus startet voraussichtlich Mitte ‎‎2017 die ‎Sanierung der bestehenden Kammer. Es handelt sich dabei ‎um einen runden, ‎beschichteten Stahlbetonbehälter mit einem Innen-‎durchmesser von 4,5 Metern ‎und einer Höhe von 5,20 Metern. Hier ‎müssen sämtliche Rohrleitungen erneuert ‎werden. Die vorhandene ‎Beschichtung wird entfernt und durch eine ‎mineralische Beschichtung ‎ersetzt. Weitere gegebenenfalls notwendige bauliche ‎Veränderungen ‎können erst im Zuge der Sanierung genau definiert werden.‎

Funktionsweise von Hochbehältern

Hochbehälter werden möglichst auf Anhöhen gebaut. Sie ‎funktionieren nach ‎dem Naturgesetz, dass Wasser stets nach unten ‎fließt und dabei einen ‎Wasserdruck im Leitungsnetz erzeugt. So ‎gelangt das Trinkwasser über die ‎Rohrleitungen in die überwiegend ‎tiefer gelegenen Haushalte Regensburgs mit ‎konstantem Druck. Ein ‎weiterer Vorteil ist, dass in den Wasserspeichern stets ‎ein ‎ausreichender Wasservorrat gehalten werden kann, der ‎Bedarfsspitzen ‎ausgleicht. Damit kann aus den Brunnenanlagen eine ‎konstante ‎Wassermenge entnommen werden, was die Anlagen ‎zusätzlich schont.‎
Insgesamt betreibt die REWAG aktuell 12 Hochbehälter mit einem ‎‎Fassungsvermögen von insgesamt über 37 Millionen Litern.‎

Das REWAG-Trinkwasser  ‎

Die REWAG versorgt rund 170.000 Menschen mit gut elf Millionen Ku-‎bikmetern ‎Trinkwasser pro Jahr. Die REWAG-Mitarbeiter kümmern ‎sich rund um die Uhr ‎darum, dass Trinkwasser frisch, sauber und ‎ständig zur Verfügung steht. 1.700 ‎Kontrollen jährlich im REWAG-‎eigenen Labor und in Fremdlabors garantieren ‎ein stets gesundes und ‎hygienisch einwandfreies Produkt. ‎Das REWAG-Trinkwasser ist hartes ‎Wasser. Konkret hat es einen Wert von 17 ‎Grad deutscher Härte ‎‎(17°dH) und fällt damit knapp in den Härtebereich „hart“. ‎Für den ‎Menschen ist das gut. Denn die Bestandteile von Kalk im Wasser – ‎‎Calcium, 92 Milligramm pro Liter (mg/l), und Magnesium, 18 mg/l – ‎sind für den ‎Konsumenten lebenswichtige Mineralstoffe. Sie dienen ‎zum Beispiel dem ‎Aufbau von Knochen und Zähnen und sind für den ‎Energiestoffwechsel ‎unerlässlich.