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Martin Gottschalk
Martin Gottschalk
Leiter Kommunikation
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Donnerstag, 17.11.2016 16:20

Wegen Rekord-Höhe der EEG-Umlage: Preiserhöhung bei Strom. ‎Erdgaspreis sinkt.

Aufgrund stark steigender staatlicher Abgaben und ‎Netzentgelte muss die REWAG ihre ‎Strompreise zum 1. Januar 2017 erhöhen. ‎Gleichzeitig senkt der Energieversorger seine ‎Erdgaspreise. Für REWAG-Kunden, die ‎sowohl Strom als auch Erdgas beziehen, bedeuten die ‎Preisanpassungen in den meisten ‎Fällen insgesamt ‎niedrigere Energiekosten.

‎Zum 1. Januar 2017 muss die REWAG die Preise für ihre Stromprodukte erhöhen. Der ‎Grund: ‎Zum Jahreswechsel steigen die Steuern und Abgaben auf Strom auf ‎ein neues ‎Rekordniveau. Insbesondere die EEG-Umlage, über die der Gesetzgeber den Ausbau ‎der ‎erneuerbaren Energien fördert, steigt ab Januar 2017 auf 6,88 Cent je Kilowattstunde. Zudem ‎erhöhen sich die ‎Netzentgelte – verursacht durch die überregionalen Stromnetzbetreiber – ‎um ‎annähernd 12 Prozent, die so ihre Investitionskosten für den Netzausbau im Zuge der ‎Energiewende an die Verbraucher weiterleiten. Über die Hälfte des Strompreises besteht ‎mittlerweile aus Steuern und Abgaben. Diese ‎staatlich ‎gesetzten oder regulatorischen ‎Strompreisbestandteile sind von den Energieversorgern nicht zu ‎beeinflussen und steigen 2017 ‎auf 56,24 Prozent – zusammen mit den Netzentgelten sind es sogar 75 Prozent.‎ ‎Gerade einmal ‎‎25 Prozent des Strompreises ist von den Energieversorgern wie der REWAG gestaltbar.

‎„Wir versuchen, die Preise ‎für unsere Kunden soweit möglich konstant zu halten“, erklärt der ‎REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. ‎Trotz des Anstiegs der EEG-Umlage hatte der ‎Energieversorger seine Preise zum Januar 2016 nicht erhöht. ‎‎„Die jetzige Steigerung der ‎staatlich festgesetzten Kosten können wir aber trotz gesunkener ‎Beschaffungskosten nicht ‎kompensieren, sondern nur dämpfen“, so Hermes weiter. ‎
Die gesunkenen Einkaufskosten an der Strombörse führen nicht zwangsläufig zu einem ‎niedrigeren ‎Strompreis, sondern haben eine paradoxe Folge: Je niedriger der Börsenpreis, desto ‎mehr steigt die EEG-‎Umlage, über die Stromeinspeiser von beispielsweise Photovoltaik- oder ‎Windkraftanlagen mit einer ‎gesetzlich garantierten Vergütung bezahlt werden.  ‎

Neue Preise für REWAG-Strom

Die Verbrauchspreise steigen um 1,00 Cent je Kilowattstunde (netto) beziehungsweise um 1,19 ‎Cent je ‎Kilowattstunde (brutto). Für einen Musterhaushalt mit vier Personen und einem jährlichen ‎Stromverbrauch von ‎‎3.500 Kilowattstunden bedeutet dies einen Anstieg von 2,92 Euro (netto) ‎beziehungsweise 3,47 Euro ‎‎(brutto) im Monat. Die monatlichen Grundkosten bleiben ‎unverändert.‎
Bei aktuellen Preisvergleichen mit anderen Anbietern rät die REWAG zu Genauigkeit. Einige ‎Anbieter scheinen derzeit günstiger, da sie ihre Preise erst im Frühjahr 2017 erhöhen. Kunden ‎sollten beim ‎Preisvergleich darauf achten, dass die neue EEG-Umlage und die ‎erhöhten ‎Netzentgelte für 2017 eingerechnet sind. Verglichen mit den 15 größten Städten ‎Bayerns gehört die REWAG auch nach ‎der Preisanpassung zu den günstigen Anbietern. Laut ‎dem ‎Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) liegt der durchschnittliche ‎Strompreis in Deutschland bei ‎einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr 2016 bei ‎‎28,73 Cent je Kilowattstunde. Bei dem REWAG-Tarif ‎rewario.strom.best sind es nur 27,98 Cent ‎pro Kilowattstunde – inklusive der Erhöhung für das Jahr 2017.‎

Preissenkung beim Erdgas

Nachdem die REWAG bereits zum Januar dieses Jahres ihre Preise gesenkt hatte, wird Erdgas ‎für REWAG-‎Kunden zum 1. Januar 2017 noch günstiger. Der Verbrauchspreis sinkt um 0,20 ‎Cent (netto) beziehungsweise ‎‎0,24 Cent (brutto) je Kilowattstunde, der Grundpreis bleibt stabil. ‎Für ein Musterhaus mit einem ‎Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergibt sich daraus ‎eine Preisersparnis von rund 48 Euro (brutto) im Jahr. Grund ‎für die Preissenkung sind die ‎gefallenen Gasbezugspreise, die die REWAG an ihre Kunden weitergibt. ‎Zudem sind bei den ‎Steuern, Abgaben und Netzentgelten für das kommende Jahr nur geringe ‎Änderungen ‎vorgesehen.‎ ‎

Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt, der sowohl Strom ‎als auch ‎Erdgas der REWAG ‎bezieht, spart insgesamt etwa 6 Euro pro ‎Jahr.‎ Die REWAG richtet für Kunden, die Fragen zu ‎den Preisanpassungen haben, eine Aktionsnummer unter 0941 601-3399 ein.‎

Konkrete Anreize zur Energieeffizienz – 180 Euro Gutschein für energiesparende ‎Haushaltsgeräte‎

Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, aber auch des Klimawandels, möchte die ‎REWAG ihre ‎Kunden für einen bedachten Umgang mit Energie sensibilisieren. Dazu bietet ‎sie ‎konkrete Angebote und Services zum Thema Energie sparen und Energieeffizienz. ‎Alle ‎REWAG-Kunden, die von der Strompreiserhöhung betroffen sind, erhalten postalisch einen ‎Gutschein ‎im Wert von 180 Euro für die Anschaffung von energieeffizienten Elektrogroßgeräten. ‎Dieser Anreiz soll ‎dabei helfen, große Stromfresser wie etwa Kühlschränke oder ‎Waschmaschinen durch ‎energiesparende Modelle zu ersetzen. Er kann bis zum 30. Juni 2017 im ‎REWAG-Energiesparshop unter ‎www.rewag.de eingelöst werden. ‎In diesem Jahr unterstützte ‎die REWAG im Rahmen ihrer Aktionswochen zudem gezielt mit Ideen, Angeboten ‎und ‎Förderungen, um ihren Kunden dabei zu helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren und damit ‎die ‎Energiekosten im Griff zu halten. Weitere Energiespartipps gibt es hier.‎

Energieschulden vermeiden: Sozialrabatt der REWAG

Als Grundversorger ist die REWAG verpflichtet, jederzeit eine sichere und zuverlässige ‎Stromversorgung für ‎alle Bürger zu gewährleisten. Diese Verantwortung nimmt sie sehr ernst. ‎Ein besonderes Anliegen ‎ist es, unterstützend für diejenigen da zu sein, die Gefahr laufen, in ‎Energieschulden zu geraten. Bereits seit ‎‎2008 bietet die REWAG für Bedürftige einen ‎‎„Sozialrabatt“ bei der Stromlieferung an. Aufgrund der ‎weiter steigenden Strompreise hat sich der ‎Energieversorger dazu entschieden, das Kontingent für den Sozialrabatt im ‎Jahr 2017 um 50 ‎Prozent auf 1.500 Kunden zu erhöhen. Konkret bedeutet das Angebot eine ‎Entlastung von 96 ‎Euro pro Jahr (brutto), was der Höhe der jährlichen Grundgebühr in der Grundversorgung ‎entspricht. Maßgebliches ‎Kriterium zur Gewährung des Nachlasses ist eine bestehende ‎Befreiung des Kunden von den ‎Rundfunkgebühren. Die Zusage ist jeweils immer auf ein Jahr ‎befristet, eine Neugewährung nach Ablauf ‎erfolgt auf Antrag und nach jeweiliger ‎Kontingentverfügbarkeit.‎