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Mittwoch, 08.05.2019 16:01

Gemeinsam für Regensburg und die Region

Der REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes mit Landrätin Tanja Schweiger.

Landrätin verabschiedet sich von Vorstandsvorsitzendem und ‎dankt für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Der Regensburger Energieversorger REWAG ist nicht ‎nur in der Stadt, sondern auch ‎im Landkreis Regensburg aktiv. Er versorgt 16 ‎Gemeinden im Landkreis. ‎Darüber hinaus agiert er dort in verschiedenen ‎Projekten als Energiedienstleister. Der ‎Landkreis Regensburg und die REWAG ‎arbeiten seit langem in Sachen Energie- und ‎Trinkwasserversorgung und ‎Energieprojekten erfolgreich zusammen.‎

Mit dem scheidenden REWAG-Vorstandsvorsitzenden Olaf Hermes, ‎der das Unternehmen in ‎Richtung Bremen verlässt, hatte sich die ‎Zusammenarbeit gerade mit Blick auf die ‎dezentrale ‎Energieerzeugung und die Elektromobilität in den letzten ‎fünfeinhalb Jahren vertieft. „Die ‎Stadt und der Landkreis Regensburg ‎wachsen näher zusammen“, so Olaf Hermes. „Das hat ‎sich stark in ‎den Themen Energieversorgung, -erzeugung und Mobilität ‎bemerkbar ‎gemacht.“ Dabei wurden Projekte, wie die ‎Fernwärmeleitungen in Barbing und Mintraching ‎umgesetzt be‎ziehungsweise an den Start gebracht, die die Gemeinden mit effizient ‎erzeugter ‎und annähernd klimaneutraler Wärme versorgen. In Min-‎traching errichtet die REWAG ein ‎rund 1.400 Meter langes ‎Fernwärmenetz, das alle kommunalen Gebäude und ‎eine ‎Neubausiedlung versorgt. Die Wärmeerzeugung wird über ein ‎Biogas-Blockheizkraftwerk ‎‎(BHKW) erfolgen, das von der ‎Biogasanlage der Firma NatUrenergie Mintraching ‎GmbH & ‎Co. KG ‎versorgt wird. Das Fernwärmenetz in Barbing nutzt ‎die ‎überschüssige ‎Abwärme aus drei BHKWs des Klärwerks der ‎Stadt ‎Regensburg. ‎

Im Landkreis Regensburg hat die REWAG bereits viele Projekte zur ‎dezentralen Erzeugung ‎mit Blockheizkraftwerken umgesetzt. BHKWs ‎arbeiten nach dem Prinzip der ‎Kraft-Wärme-‎Kopplung, ‎das heißt: Sie ‎produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch ‎wird ‎der ‎eingesetzte ‎Brennstoff sehr viel effizienter genutzt als bei der ge‎trennten Produktion ‎und es ‎entstehen ‎vergleichsweise weniger klimaschädliche CO2-Emissionen. Grundlage ist ‎meist ein ‎Motor, ‎der einen ‎Generator antreibt und damit Strom erzeugt. Die Abwärme wird ‎zum ‎Heizen ‎‎genutzt. Betrieben mit Bioerdgas sorgen BHKWs über Fernwärmenetze für eine ‎CO2-neutrale ‎‎Wärmeversorgung und ‎regenerativen Strom in Wohnquartieren und ‎Betriebsstätten ‎von ‎‎Firmen. Weil sie sich absolut dezentral einsetzen lassen, können ‎sie ‎genau dort ‎maßgeschneidert platziert werden, wo die Energie ‎benötigt wird. Im Landkreis Regensburg ‎hat die REWAG solche ‎Anlagen etwa bei Krones in Neutraubling oder den Eckert Schulen ‎in ‎Regenstauf errichtet. „Vor Ort erzeugte Energie zu nutzen, ist ein ‎entscheidendes Kriterium ‎für die ‎regionale Energiewende“, so ‎Landrätin Tanja Schweiger. „Der Landkreis ‎Regensburg ‎möchte ‎zudem in Sachen Klimaschutz eine ‎Vorbildfunktion einnehmen. Dabei haben sich die ‎Kooperationen mit ‎der REWAG als sehr erfolgreich erwiesen. Herr Hermes hat in den ‎letzten Jahren viele Projekte angestoßen und umgesetzt – nicht nur in ‎der Stadt sondern auch im Landkreis und weit darüber hinaus. In all ‎dieser Zeit hat er sich als verlässlicher Partner und konstruktiver ‎Mitstreiter für viele Kommunen in der ganzen Region erwiesen.“‎

Neben der Energieerzeugung ist das Thema Mobilität ein ‎entscheidendes Feld in der ‎Zusammenarbeit des Energieversorgers ‎mit dem Landkreis. „Seit 2015 haben wir ein dichtes ‎Netz an ‎Elektroladesäulen aufgebaut, die mit 100 Prozent Ökostrom von der ‎REWAG ‎betrieben werden“, so der REWAG-‎Vorstandsvorsitzende ‎Olaf Hermes. „Das insgesamt 24 Stück davon im Landkreis ‎Regensburg stehen, macht uns stolz und zeigt, wie wichtig eine ‎ganzheitliche Mobilitätsstrategie ist“, ergänzt Landrätin Tanja ‎Schweiger. Neben der Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist der ‎das ‎Stadtwerk.Regensburg/REWAG-Konzern in eine Kooperation mit ‎der Kommunale Energie ‎Regensburger Land eG eingebunden, die im ‎Landkreis Regensburg E-Carsharing anbietet. ‎Insgesamt neun E-‎Autos stehen an Standorten in Neutraubling, Obertraubling, ‎Pentling, ‎Pettendorf, Regenstauf, Schierling, Sinzing, Wiesent und am ‎Landratsamt Regensburg zum ‎Ausleihen zur Verfügung. Bürgerinnen ‎und Bürger, aber auch Firmen können sich online ‎registrieren und das ‎Elektrofahrzeug über die das Stadtwerk.Earl-Plattform buchen.‎

Die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre zeigt sich darüber hinaus  ‎in verschiedenen ‎anderen Projekten. So wurden zuletzt die ‎Konzessionsverträge in Alteglofsheim für ‎die ‎Erdgasversorgungsleitungen und 2018 in Neutraubling für Erdgas- ‎und ‎Stromversorgungsleitungen erneuert. Diese regeln die ‎Bereitstellung öffentlicher ‎Flächen von ‎Städten und Gemeinden für ‎den Bau und Betrieb von Versorgungsleitungen.‎ Ein ‎weiterer ‎Höhepunkt in der Zusammenarbeit  ist die Ausweitung der ‎Trinkwasserversorgung im ‎Landkreis. Seit dem 1. Juni 2016 versorgt ‎die REWAG den Ort Barbing und das ‎Gewerbegebiet Unterheising mit ‎Trinkwasser.‎ 2017 hat sie sich zudem der Kooperationsgemeinschaft ‎Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura angeschlossen. Gemeinsam mit ‎anderen Wasserversorgern aus den Landkreisen Regensburg, Neu-‎markt und Schwandorf wird ein Schutzgebiet von 15 000 Hektar be‎treut. Vor allem die grundwasserschonende Bewirtschaftung in ‎diesem Gebiet ist ein Thema. Dazu gehören unter anderem der ‎Verzicht auf bestimmte Pflanzenschutzmittel, aber auch Versuche mit ‎Zwischenfrüchten, die überschüssiges Nitrat über den Winter aus ‎dem Boden binden sollen sowie regelmäßige Bodenuntersuchungen ‎im Frühjahr für eine optimale Düngemittelbemessung.‎

Neben den Projekten der letzten Jahre besteht eine kontinuierliche ‎gemeinsame „Teamarbeit“. So betreibt die REWAG etwa ‎die ‎öffentliche Straßenbeleuchtung im Auftrag ‎mehrerer Gemeinden ‎und betreut derzeit etwa ‎‎8.000 Leuchten. Eine ‎energieeffiziente ‎Straßenbeleuchtung bedeutet ‎einen ‎geringeren ‎Energieverbrauch und eine erhöhte ‎Einsparung von ‎CO2. Darüber hinaus fördert die REWAG seit 2008 über ihren ‎Kulturfonds gezielt kulturelle ‎Aktivitäten in den Umlandgemeinden von ‎Regensburg und beweist damit ihre ‎Verbundenheit mit den ‎Gemeinden im Netzgebiet.‎