Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz-Richtlinien zu. Hinweis ausblenden   X

Kein Kundenmagazin erhalten?

fluxx-Newsletter

Mit den fluxx News versäumen Sie garantiert nichts mehr!

Die Wassernixe im Hochbehälter „Auf dem Steinbuckl“ hat nur selten Bewunderer. Denn hier gelten höchste Anforderungen an Sicherheit und Hygiene.

Wasser ist Leben

Frisches Wasser aus dem Hahn ist in unseren Breiten fast eine Selbstverständlichkeit. Das liegt auch an den natürlichen Voraussetzungen. Ein sorgsamer Umgang mit Wasser ist dennoch erforderlich. SWR und REWAG tun einiges dafür.

Peter Ach, Fachbereichsleiter Gas, Wasser, Wärme bei der REWAG

Trinkwasser bereitzustellen ist eine der Kernaufgaben der REWAG. Rund 12 Milliarden Liter benötigt die Stadt Regensburg in einem Jahr. Der größte Teil davon stammt aus der Wassergewinnungsanlage in Sallern. Die restlichen 20 Prozent liefert das Wasserwerk Oberer Wöhrd. Sallern fördert das Wasser aus 60 bis 160 Metern Tiefe. „Die Gewinnungsanlage Sallern fördert Grundwasser aus dem verkarsteten Kalkgestein des Weißjura (Malm) “, erläutert Peter Ach, Fachbereichsleiter Gas, Wasser, Wärme bei der REWAG. „Die Brunnen in Sallern fördern das Wasser aus einer Tiefe zwischen 90 und 170 Metern und liegen am tiefsten hydraulischen Punkt des Malm, wodurch wir eine sehr gute Grundwassersituation haben.“ Deshalb war selbst im extrem heißen und trockenen Sommer 2003 die Lage nicht dramatisch. „Ein Wassernotstand ist in Regensburg also nicht zu befürchten, aber auch mit Blick auf die nächste Generation legen wir bei der REWAG großen Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensmittel Nummer 1“. Das Wasservorkommen im Kalk erklärt auch den Gehalt an Mineralien wie Calcium und Magnesium, die mit dafür verantwortlich sind, dass das Regensburger Wasser relativ hart ist. Die Qualität lässt keine Wünsche offen. Das zeigt sich immer wieder bei den umfangreichen Untersuchungen, die nach der Aufbereitung im hauseigenen Labor oder in akkreditieren Fremdlaboren stattfinden. Die strengen Grenzwerte des Gesetzgebers werden immer eingehalten, bei manchen Parametern sogar unterschritten.

Strenge Vorschriften

Zur guten Qualität des Trinkwassers tragen auch die Landwirte bei, die im Wassereinzugsgebiet ihre Felder bestellen. In enger Zusammenarbeit mit der REWAG tun sie alles, um Beeinträchtigungen im Wasserschutzgebiet zu vermeiden. Das beginnt beim Sensor und GPS-gestützten Einsatz von Düngemitteln und geht bis zum Anbau spezifischer Pflanzensorten wie der Durchwachsenen Silphie oder dem Szarvasi-Gras. „Beide Pflanzen eignen sich nicht nur ideal für den Anbau im Wasserschutzgebiet, da sie kaum Düngemittel benötigen. Sie taugen auch als Energiepflanzen für die Erzeugung von Biogas, das die REWAG im BHKW zur Produktion von Ökostrom nutzen kann“, erläutert Bio-Landwirt Franz Habenschaden. Mit regelmäßigen Bodenproben kontrolliert die REWAG im Wasserschutzgebiet, ob alle Vorschriften eingehalten werden. Die Messmethoden sind mittlerweile so genau, dass man damit auch einen Würfelzucker im Bodensee nachweisen könnte.

Wartung und Instandhaltung

Vom Wasserwerk Sallern und vom Oberen Wöhrd gelangt das Wasser über Leitungen in die Stadt. Hier wird es zunächst in einen der zwölf Hochbehälter gepumpt. Die größte dieser Anlagen ist der Hochbehälter Steinbuckel auf den Winzerer Höhen. Er fasst allein 15 Millionen Liter. Hochbehälter sorgen dafür, dass der Druck in der Leitung immer stabil bleibt. Gegenwärtig entsteht am Mühlberg ein neuer Hochbehälter. Er ersetzt den bestehenden, der in die Jahre gekommen ist und nicht mehr ausreichend Fassungsvermögen bietet. Von den Arbeiten am Hochbehälter merken die Verbraucher nichts. Denn die Anlagen zur Wasserversorgung sind immer redundant ausgelegt, sodass im Falle von Instandsetzungsmaßnahmen oder Störungen eine Alternative zur Verfügung steht. Proben werden übrigens nicht nur im Wasserwerk genommen, auch in den Hochbehältern und im Leitungsnetz testen die Mitarbeiter der REWAG regelmäßig, um die Qualität unseres Trinkwassers zu sichern. Gesteuert und überwacht wird das Trinkwassernetz, wie die anderen Versorgungsnetze der REWAG auch, von der zentralen Leitstelle, die rund um die Uhr besetzt ist. Hier laufen alle Daten zusammen, sodass die Techniker alle Anlagen und Leitungen jederzeit im Blick haben.

Wasser für die Bäder

Sommerzeit ist Badezeit: Die Wasserqualität in den Regensburger Bädern ist ausgezeichnet – man schwimmt im besten Trinkwasser.

Bis zu 120 Liter Trinkwasser verbraucht der Regensburger täglich. Etwa vier bis sieben Liter sind für Essen und Trinken zu veranschlagen. Und der Rest? Der größte Teil wird für Körperhygiene und die Toilettenspülung benötigt. Ein Teil, an den sicher die wenigsten denken, findet sich in den Regensburger Bädern wieder. Denn auch das Wasser in den Schwimmbecken muss strengen Anforderungen genügen, manche sind strenger als die der Trinkwasserverordnung. Würden alle Schwimmbecken der Regensburger Badebetriebe auf einmal gefüllt, wären zehn Millionen Liter Wasser nötig. Allein im Westbad sind es 6,8 Millionen Liter. Entleert und gereinigt werden die Becken einmal im Jahr. In der Regel dauert das Wiederauffüllen nur wenige Tage. „Es ist ein Riesenvorteil für uns, dass unser wichtigstes Betriebsmittel, das Wasser, das wir von der REWAG beziehen, von bester Qualität ist“, sagt Alexander Süß, Betriebsleiter Bäder der Regensburger Badebetriebe. „Das ergeben unsere eigenen Proben, denn auch im laufenden Betrieb wird bei uns ständig kontrolliert, insbesondere um den Chlorgehalt und den pH-Wert des Badewassers zu bestimmen.“ Chlor hat eine sehr gute Desinfektionswirkung und wird von fast allen Bädern für diesen Zweck eingesetzt. Zusätzlich wird das Wasser der Becken mehrmals am Tag umgewälzt und gereinigt, sodass die rund 700.000 Badegäste im Jahr immer optimales Badewasser vorfinden.

Umfassender Schutz

Wasser hat nicht nur segensreiche Wirkungen. Wer wüsste das besser als die Regensburger. Das letzte Hochwasser von 2013 ist sicher den meisten noch im Gedächtnis. Die Gefahr besteht natürlich auch für die Anlagen der REWAG. Insbesondere die Wasserwerke sind durch ihre Lage an Donau und Regen besonders gefährdet. Gegenwärtig arbeiten Peter Ach und sein Team an einem neuen Konzept, um den Hochwasserschutz zu optimieren. Zwei Varianten sind im Rennen: mobile Schutzwände oder ein erhöhter Schutzwall. „Wir favorisieren letzteren, denn davon versprechen wir uns eine nachhaltige Wirkung“, sagt Peter Ach. Die endgültige Entscheidung steht noch aus. Aber die Verantwortung für die Qualität des Wassers wird auch dabei eine zentrale Rolle spielen.