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Schwimm dich fit!

Für mehr Freude am Schwimmen hat Claus Ludwig, Vorsitzender des Schwimmclubs Regensburg, zwei wichtige Tipps: “Zunächst geht es darum, die Technik zu beherrschen”, betont der langjährige Trainer. Darüber hinaus solle man möglichst variabel schwimmen, also zwischen unterschiedlichen Stilen wechseln. Auch hier gibt es einiges zu beachten. In den folgenden Videos zeigen die elfjährige Jovana Todorovska und der zwölfjährige Paul Nowey, wie's gemacht wird. 

Brustschwimmen

“80 Prozent der Leute schwimmen Pseudo-Brust”, sagt Claus Ludwig. “Die meisten beherrschen die Atmung nicht, lassen den Kopf dauernd oben und fallen dadurch ins Hohlkreuz.” Langfristig führt das zu Rückenproblemen. Richtig ist: Zu jedem Armzug gehört ein Atemzug, beim Ausatmen taucht der Kopf ins Wasser ein. Daneben sollte man auf den korrekten Beinschlag achten – Beine anziehen, kraftvoll schließen, gleiten. 

Rückenschwimmen

Ludwig rät, auf die Position und die Rotation zu achten – zwei unterschiedliche Aspekte der Körperlage im Wasser. Vereinfacht gesagt, hält die Position den Körper oben, während die Rotation ihn voranbringt. Beim Rückenschwimmen folgen wechselnde Drehungen des Körpers von der linken auf die rechte Seite, wobei die Rotation aus dem Armzug entsteht und die Schultern stärker rotieren als die Hüfte. Beine und Rumpf sind stabil und gekoppelt. 

Der Kopf bleibt beim Schwimmen immer in Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick geht nach oben. Die Wasserlinie liegt etwa auf Höhe des Stirnansatzes. 

Kraulschwimmen 

Für viele Menschen ist das Kraulschwimmen die anspruchsvollste Schwimmart. Der Körper liegt dabei langgestreckt und flach im Wasser, der Kopf bildet die Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick geht schräg nach unten. Während die Beine einen Wechselschlag vollführen, tauchen die Hände abwechselnd vor dem Kopf ein, ziehen S-förmig unter dem Körper nach hinten, um dann über Wasser wieder in die Ausgangsposition gebracht zu werden. Beim Einatmen geht der Kopf schräg zur Seite. „Die meisten Leute atmen verkehrt“, hat Claus Ludwig beobachtet. Der Schwimmtrainer hat aber eine Lösung parat: „Verschiedene Schwimmschulen und die Volkshochschule Regensburg bieten Kurse an – es gelingt innerhalb von sechs Stunden bei 80 Prozent der Teilnehmer, ihnen vernünftiges Kraulschwimmen beizubringen.“ 

Dass Claus Ludwig passionierter Schwimmer werden würde, schien nach einem Erlebnis in früher Kindheit unwahrscheinlich: Mit fünf rutschte er beim Baden im Fluss von einer Luftmatratze und ertrank beinahe; sein Onkel rettete ihn. Aus Angst vor dem Wasser lernte er erst mit zehn im Westbad schwimmen, wo sein Vater Betriebsleiter war – und entdeckte die Sportart für sich. Über seine Tochter, die mit sieben Jahren dem Schwimmclub Regensburg beitrat, begann Ludwig seine Trainerkarriere, die er seit 35 Jahren erfolgreich verfolgt. Unter anderem arbeitete er mit der Profischwimmerin Noelle Benkler, die derzeit für eine Olympia-Teilnahme 2028 in Los Angeles trainiert.