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Erdgas

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FAQ - Ihre häufigsten Fragen
rund um Erdgas

Wie setzt sich der Erdgaspreis zusammen?

Beim Erdgaspreis handelt es sich um das Entgelt, das ein Verbraucher für die Belieferung für Erdgas zum Heizen, für das Warmwasser und Kochen bei seinem Gasanbieter zahlt.
Wie hoch der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) ist, hängt vom gewählten Tarif bei Ihrem Energieversorger und Ihrem Wohnort ab.

Der Erdgaspreis für Haushaltskunden setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:

1. Gasbeschaffung und Vertrieb

Das ist der Anteil, der vom Energieversorger für den Einkauf von Erdgas erhoben wird. Diese Kosten sind vom Energieversorger nur teilweise zu beeinflussen. Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Erdgases entsteht im Wettbewerb unter den Gasanbietern und ist stark abhängig von den Entwicklungen am Energiemarkt. Die Beschaffungspreise für Erdgas sind seit Ende 2021 explosionsartig gestiegen.
Der Anteil am Erdgaspreis für Beschaffung, Vertrieb und Service für Haushaltskunden liegt 2022 im Durchschnitt bei Einfamilienhäusern bei 64 % und bei Mehrfamilienhäusern bei 65 %.

Mehr Informationen zur Energiepreisentwicklung
 

2. Regulierte Netzentgelte und Messstellenbetrieb

Die Netzentgelte sind Kosten für die Netzinfrastruktur und werden über die Netzentgelte auf die Netznutzer und damit die Letztverbraucher im jeweiligen Versorgungsgebiet verteilt. Das sind die Kosten für Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten am Gasnetz um das Erdgas sicher und zuverlässig in jeden Haushalt zu leiten. Netzentgelte sind für alle Erdgasanbieter gleich und unterliegen einer gesetzlichen Regulierung. Sie können regional aber variieren. 

Dieser Anteil am Erdgaspreis für Haushaltskunden der REWAG liegt 2022 im Durchschnitt bei Einfamilienhäuser bei 12 % und bei Mehrfamilienhäuser bei 10 %.
 
Neben den Netzentgelten werden auch Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb und Abrechnung erhoben. Die Kosten für Messstellenbetrieb und Messung werden zu einem Entgelt (für Messstellenbetrieb) zusammengefasst. Die Abrechnungsentgelte sind in den Netzentgelten enthalten. 
 

3. Steuern, Abgaben und Umlagen

Das sind staatlich veranlasste Preisbestandteile, die zusätzlich für den Strompreis maßgebend sind und von der REWAG nicht beeinflusst werden können. 

Der Anteil für Haushaltskunden liegt 2022 im Durchschnitt bei Einfamilienhäusern bei 24 % und bei Mehrfamilienhäusern bei 25 %. Insgesamt gibt es acht verschiedene Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Erdgaspreis:


Video: Wie setzt sich der Erdgaspreis zusammen?

Konzessionsabgabe

Die Abgabe nach § 2 Konzessionsabgabeverordnung (KAV) sind Entgelte an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen für Gasleitungen. Die Höhe variiert je nach Größe der Gemeinde.

Video: Konzessionsabgabe - Was sind Konzessionsabgaben?

Energiesteuer

Die Energiesteuer (Gassteuer) fällt für den Verbrauch bzw. die Entnahme von Erdgas aus dem Netz an. Sie ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 aufgrund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Die Energiesteuer wird direkt an die Finanzbehörde abgeführt.

CO2-Preis

Seit 2021 spielt die Bepreisung für CO2 nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) eine wesentliche Rolle. Der CO2-Preis wird im Wärmesektor für den Ausstoß von Treibhausgasen bei der Erzeugung von Wärme (z.B. Heizen durch Erdgas) erhoben und wurde von der Bundesregierung eingeführt, um Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren und einen Anreiz für ein umweltfreundliches Verhalten zu schaffen. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass der CO2-Preis jährlich ansteigt. 2022 liegt der CO2-Preis bei 30 Euro pro Tonne CO2 und wird bis 2025 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne angehoben. 

Weitere Informationen zum CO2-Preis

Erdgasspeicherumlage ab 01. Oktober 2022

Die Erdgasspeicherumlage nach §35e im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) soll die Versorgungssicherheit in Deutschland sicherstellen. Mit der Umlage werden der Firma Trading Hub Europe (THE), die für die Gas-Organisation am deutschen Markt zuständig ist, die Kosten ersetzt, welche für z.B. den zusätzlichen Einkauf von Erdgas entstehen, damit die Speicher gefüllt werden können. Die Füllstandsvorgabe besagt, dass die Gasspeicher zum 01. November mindestens zu 95 % gefüllt sein sollen. Die Höhe der Umlage beträgt 0,059 ct netto pro Kilowattstunde. Sie wird von 01. Oktober 2022 bis voraussichtlich 31.03.2025 erhoben. Die Anpassung der Umlage ist alle sechs Monate möglich. Zu Beginn jedoch mit einer Ausnahme: Die erste Anpassung ist bereits nach drei Monaten möglich (zum 31.12.2022)

Erdgasbeschaffungsumlage ab 01.Oktober 2022

Die Erdgasbeschaffungsumlage gemäß § 26 nach der Gaspreisanpassungsverordnung (GasPrAnpW) hat zum Ziel die Zusatzkosten der Erdgasimporteure, die sie aufgrund der Drosselung russischer Lieferungen für die kurzfristige und teure Ersatz-Beschaffung von Erdgas aufbringen müssen, zu decken. Diese Umlage kommt Gasversorgern wie Uniper zu Gute, die diese Mehrkosten aktuell noch nicht weitergeben können. Uniper war in finanzielle Turbulenzen geraten, sodass der Bund ein milliardenschweres Rettungspaket beschlossen hatte. Mit der Umlage werden die Mehrkosten auf alle in Deutschland verkauften Erdgasmengen verteilt. Die Höhe der Umlage beträgt 2,48 ct netto pro Kilowattstunde. Sie wird von 01. Oktober 2022 bis voraussichtlich 31.03.2024 erhoben. Eine Änderung der Umlage ist alle drei Monate möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer beträgt 19 %. Sie wird auf den gesamten Erdgaspreis mit all seinen Bestandteilen erhoben.

Warum wird Erdgas in Kubikmetern (m3) abgelesen und in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet?

Anders als beim Strom wird der Erdgasverbrauch in Kubikmetern gemessen und vom Zähler erfasst. Allerdings variiert der Energiegehalt von Erdgas und hängt vom Brennwert sowie von der sogenannten Zustandszahl ab. Ihr Gaszähler kann diese variierenden Werte nicht erfassen, eine Umrechnung von Kubikmeter in Kilowattstunden ist erforderlich. So bezahlen Sie nicht das auf Ihrem Gaszähler ausgewiesene Volumen (m3), sondern nur die im Gas enthaltene Energie (kWh). 

Brennwert: Energiegehalt je Kubikmeter Gas

Wie auch bei anderen Energieträgern (z.B. Holz), hängt der Energiegehalt des Gases von der Qualität ab. Erdgas ist ein Naturprodukt, was in seiner Beschaffenheit variiert. Somit variiert auch der Energiegehalt: Je mehr Energie das Gas enthält, desto höher ist der Brennwert. Um beim Beispiel Holz zu bleiben: Auch hier hat Hartholz einen höheren Brennwert als Weichholz. Bei einem niedrigen Brennwert benötigen Sie mehr Kubikmeter Gas als bei einem hohen Brennwert, um Ihr Haus zu beheizen. Dieser Unterschied wird in der Jahresverbrauchsabrechnung ausgeglichen, indem der Brennwert in die Umrechnung Ihres Gasverbrauchs von Kubikmeter in Kilowattstunde einbezogen wird. So bezahlen Sie als Verbraucher nur für das Erdgas, das Sie auch tatsächlich erhalten haben – unabhängig von der Qualität des Erdgases.

Der Brennwert wird vom örtlichen Netzbetreiber ermittelt und wird in Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung ausgewiesen.

Zustandszahl für Gas

Gase dehnen sich abhängig von der Temperatur aus oder ziehen sich zusammen, ihr Volumen (m3) verändert sich. Ihr Gaszähler misst das Betriebsvolumen des durchfließenden Erdgases. Relevant für den Verbrauch bei Erdgas ist aber nicht das Betriebsvolumen, sondern das Normvolumen. Da die örtliche Temperatur und Luftdruck Einfluss auf das Volumen von Erdgas haben, wird zwischen Normvolumen und Betriebsvolumen unterschieden. Damit die Gasmengen vergleichbar sind und die Abrechnung für alle Kunden auf gleicher Basis erfolgt, wird die Abrechnung auf Grundlage des fest definierten Normvolumens durchgeführt. Die Umrechnung des individuellen Betriebsvolumens auf das Normvolumen erfolgt über die Zustandszahl z. Die Zustandszahl (Z-Zahl) ist eigentlich eine Formel und setzt sich aus den regional unterschiedlichen Werten für Temperatur, Luft- und Lieferdruck sowie der Kompressionszahl zusammen und wird für jedes Versorgungsgebiet individuell errechnet.

Auch die Zustandszahl ist auf Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung ausgewiesen. 

Wie kann ich meinen Gasverbrauch von Kubikmetern (m3) in Kilowattstunden (kWh) umrechnen?

In aller Kürze: Um einen Schätzwert zu erhalten, können Sie die Kubikmeter mit 10 multiplizieren und erhalten so den ungefähren Jahresverbrauch in Kilowattstunden.

Im Detail: Sollte Ihnen der Gasverbrauch nur in Kubikmetern bekannt sein, können Sie ihn wie folgt in kWh umrechnen: Multiplizieren Sie den Gasverbrauch in Kubikmetern mit dem Brennwert und der Zustandszahl. Die beiden Werte finden Sie auf Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung. Sind Brennwert und Zustandszahl nicht bekannt, kann die Kubikmeterzahl mit 10 multipliziert werden, was einen guten Schätzwert ergibt.

Ist die Versorgung mit Erdgas in Regensburg sichergestellt?

Was aktuell wichtig für Sie ist und was die verschiedenen Berichte über die Versorgungslage zu Erdgas für Sie bedeuten, haben wir Ihnen in den häufigsten Fragen & Antworten zusammengefasst:

Mehr Informationen zur Versorgungslage Erdgas

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